Die dunkle Seite des Märchenwaldes

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WpMetadataNoticeLast published Thu, Sep 6, 2018
Stell dir vor, die böse Hexe wäre nicht in den Ofen verbrannt. Der böse Wolf wäre nicht mit den Steinen im Magen im See ertrunken. Das Biest hätte sich nicht zurück in den Prinzen verwandelt. Und Rumpelstilzchen hätte sich nicht vor Wut in zwei Teile gerissen. Stell dir vor, stattdessen hätten die Helden diese bösen Kreaturen in einen Wald eingeschlossen, aus dem niemanden hinaus kommt. Stell dir vor, das die Tür deines Wandschrankes genau zu diesen Wald führt... "Spitze Steine bohrten sich in meine Füße, der Nebel umhüllte mich wie ein zweiter Schatten und das Geheul hinter mir stieg immer mehr an. Eine Spur aus Blut, meines und das einer monströsen Schlange, bildete sich hinter mir. Es gab kein einfacheres Opfer als ein mit Blut besuldetes Mädchen im Nachthemd für den großen bösen Wolf, der die Großmutter und das tapfere Rotkäppchen gefressen hatte."
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Rotkäppchen und der große böse Wolf - so steht es in vielen Märchenbüchern. Doch nicht in diesem. Wer sagt, dass der Wolf böse sein muss? Schon lange wird das kleine Dorf, dessen Einwohnerzahl gerade mal an die dreistellige Zahl kratzt, von einem Rudel von Wölfen terrorisiert. Die Einwohner verlassen nicht mehr ihre schützende Mauer um in den dichten Wald zu gehen. Allein Jäger und Holzfäller trauen sich in den Wald hinaus um ihren Pflichten nach zu gehen - und natürlich Rotkäppchen. Ein schwächlinger Junge und der Sündenbock für alle. Fast jeden Tag besuchte er seine Großmutter die außerhalb des Dorfes in stiller Einsamkeit lebte. Als eines Tages ein Junge von den Wölfen in den Wald gezerrt wurde, war da jedoch noch jemand der sich in die Tiefen hineintraute um ihn zu retten. Er als Jäger war fest davon überzeugt den Jungen zu retten, selbst wenn ein hungriges Rudel auf ihn warten könnte. Doch wer hätte gedacht, dass nicht das Rudel die größte Gefahr darstellte?

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