Daddy is my love

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WpMetadataNoticeLast published Sat, Jan 4, 2020
„Ich hab dir gesagt, dass der Eyeliner zu viel ist.", raunte ich Luhan zu, der jedoch gar nicht darauf reagierte. Sogar in dem gedimmten Licht, in dem ein einzelnes Stroboskop zwischen den Gästen hin und her tanzte, war unschwer zu erkennen, wie gut er aussah. Er gab vor die Blicke nicht zu bemerken, doch ich hatte schnell gemerkt, wie sich seine Haltung geändert hatte. Er sonnte sich in der Aufmerksamkeit, fuhr sich durch die dunkelblonden, schon fast lockigen Haare, während er den Barkeeper frech angrinste und ein Bier bestellte. Er wirkte so erwachsen, so als wären er und der Junge der noch immer ab und zu in mein Schlafzimmer geschlichen kam zwei Menschen ohne jegliche Relation zueinander. Ich fürchtete, dass ich in den nächsten Wochen noch mehr solcher bisher unbekannten Seiten von ihm zu sehen bekommen würde. Seiten, die dem Bild von dem kleinen achtjährigen Engel, Risse zufügen und es schließlich vollends zerspringen lassen würden.
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„ 𝑇ℎ𝑒 𝑤𝑜𝑟𝑙𝑑 𝑙𝑜𝑜𝑘𝑒𝑑 𝑎𝑡 ℎ𝑖𝑚, 𝑏𝑢𝑡 𝑛𝑜 𝑜𝑛𝑒 𝑟𝑒𝑎𝑙𝑙𝑦 𝑠𝑎𝑤 ℎ𝑖𝑚 " Hyunjin war 17 Jahre alt, doch manchmal fühlte es sich an, als hätte er dieses Alter nie erreicht - als wäre er irgendwo auf dem Weg dorthin verloren gegangen. Sein Lächeln war makellos, seine Worte bedacht gewählt, sein Lachen einstudiert wie eine Rolle in einem Theaterstück, das er nie wirklich spielen wollte. Er wusste genau, wie er wirken musste, um keine Fragen zu provozieren, keine Blicke auf sich zu ziehen. Denn Fragen bedeuteten Gefahr. Und Blicke bedeuteten, dass jemand vielleicht das Chaos hinter seiner Fassade erkennen könnte. Die Panikattacken, die ihn in den Nächten wach hielten, die Klingen, die über seine Haut tanzten, die Stimmen in seinem Kopf, die ihm zuflüsterten, dass er nicht genug sei. Doch solange er atmete, solange er laufen konnte, solange er seine Maske aufrechterhielt - solange würde niemand es erfahren. Denn in einer Welt, die nur das sieht, was sie sehen will, bleibt das Unsichtbare oft für immer verborgen.

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