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schwermuetig

schwermuetig

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WpMetadataNoticeLast published Sun, Aug 25, 2019
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Fiction
Romance
In einer kalten Nacht irgendwann innerhalb des vergangenen Jahres, in der so viel Tränen wie Alkohol flossen, blieb mir kein weiterer Hoffnungsschimmer, als die schwarze Tinte, die in meinen Unterarm gestochen war. Gerade dort, wo vor einigen Jahren noch blutige Wunden klafften. Ich musterte das Schmetterlingsmotiv, versuchte meine volle Konzentration dem Gedanken zu widmen, alles habe einen Sinn, jeder Fehler zog eine Lehre mit sich, und manche Ereignisse standen nicht in unserer Macht. Doch wenn man es genau nahm, wenn selbst der nichtig scheinende Flügelschlag eines winzigen Schmetterlings irgendwo am anderen Ende der Welt einen Tornado auslösen könnte, konnte ich mit ziemlicher Sicherheit auch sagen, dass ich an allem Schuld hatte. An allem, das mir passierte und mir noch bevor stehen würde. Und nicht zu vergessen ihr.
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#395
gedanken
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"Hättest du mir damals einfach gesagt, dass es doch das Risiko wert ist, ständen wir jetzt nicht hier und würden uns anschreien!", schrie ich wütend. "Oh, jetzt ist es also meine Schuld?", schrie er wütend zurück. "Ähh...", na toll, ich durfte jetzt nicht nach lassen, "ja!", schrie ich also, zugegebenermaßen etwas unsicher. "Das ergibt doch alles keinen Sinn?", sagte er, als er sich wieder kurz beruhigt hatte. "Was meinst du? Meinst du uns?", fragte ich und spürte die erste Träne meine Wange herunter laufen, woraufhin weitere folgten. "Nein, das meine ich nicht.", sagte er mit ruhiger Stimme und kam einen Schritt auf mich zu. Ich guckte ihn an, doch als ich immer mehr Tränen auf meinen Wangen spürte, guckte ich kopfschüttelnd nach unten. "Hey, bitte hör auf zu weinen.", sagte er mit zittriger Stimme. Ich verschränkte meine Arme vor meinem Bauch, doch er hob meinen Kopf mit seiner Hand, um dann mit seinem Daumen sanft über meine eine Wange zu streichen und meine Tränen zu verwischen. "Wieso muss das bloß alles so kompliziert sein?", schluchzte ich, doch statt einer Antwort, zog er mich in eine Umarmung und ich legte meinen Kopf, noch immer schluchzend, auf seine Brust.

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