,,Wenn du so über mich redest, müsste es doch mehr als nur Sex gewesen sein! Du... Du... Ach vergiss es einfach!" sie nimmt sich ihre Tasche und geht an ihm vorbei. Doch lässt sich ihre Bürotür nicht öffnen. Sie ist verschlossen und der Schlüssel scheint zu klemmen.
,,Angel..." seine Stimme bebt. Sie bebt tief in ihrer Seele und lässt sie schlagartig ruhiger werden. Praktisch wie in trance dreht sie sich um. Der Raum wird warm, ihre Augen spiegeln jede erdenkliche Farbe wieder. ,,Ich sagte doch, dass du mich nicht so nennen sollst..." er geht auf sie zu. Fixiert sie wie ein Raubtier. ,,Du bringst mich in solche Schwierigkeiten meine schöne..."
Sie drückt sich an die Tür hinter sich und versucht noch immer den Schlüssel herum zu drehen. ,,Stopp, Ryan" er lacht. Ein tiefes Lachen, was ihren Puls weiterhin beruhigt. Dieser Mann wirkt gerade so gefährlich, doch beruhigt es sie. Was hat sie nur für ein Problem? Wieso lässt sie sich immer auf die Kerle ein, die ihr nicht gut tun?
Er bleibt dicht vor ihr stehen, hebt seine Hand nahe an ihr Gesicht. Eine Wärme wird ausgestrahlt. Eine Wärme, die ihm so vertraut ist und seiner toten Seele Heilung bietet. ,,Du hast keine Ahnung was für eine Macht du über mich hast." er sieht ihn ihre Augen, sie starrt zurück. Sie zeigt solch einen Wiederstand. Und es gefällt ihm.
,,Ich über dich? Du hast mich behandelt wie eine Hure und dennoch stehe ich hier und innerlich flehe ich dich an zu bleiben und mich einfach so weiter zu behandeln, hauptsache du bist bei mir und nicht bei ihr. Und du sagst, ich hätte Macht über dich? Ich fühle mich dir so verbunden und so nahe obwohl wir uns nicht mal richtig kennen. In deiner nähe fühle ich mich beflügelt, dass weißt du. Dennoch bist du Gift für mich aber ich komme nicht von dir weg. Du bist wie eine Droge. Also sag mir, wer hier über wen Macht hat."
Ihre Liebe ist verboten. So sind die unausgesprochenen Regeln.
Das Leben und der Umgang zwischen den DeLaurants und den Cunninghams ist zwar friedlich, doch eigentlich sind sie bis ins Tiefste seit Jahrzehnten verfeindet.
Cayden und Fallon, die Kinder der jeweiligen zerstrittenen Oberhäupter, können sich nicht ausstehen. Ihre Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein: Er, ein arrogantes Arschloch, und Sie, eine unnahbare Einzelgängerin.
Doch ein unbeabsichtigt gemeinsamer Abend und ein folglicher Mord innerhalb der Familien lässt die beiden ungewollt näher kommen.
Zuneigung dürfen die beiden nicht füreinander empfinden, das verbietet die oberste Vorschrift. Doch was ist, wenn die Regeln Ketten sind, die ihr größtes Verlangen unterbinden?
↬ Sample:
Cayden lehnte sich einige Zentimeter nach vorne, aber ich konnte nicht anders, als meine Hand auf seine Brust zu schieben und ihn von seinem nächsten Schritt abzuhalten.
"Cayden, nicht", hauchte ich, doch ich konnte selbst meinen Blick nicht von seinen attraktiven Lippen nehmen. "Du weißt, wir dürfen nicht." So sehr ich es auch in diesem Moment wollte, konnte ich den Gedanken nicht abschütteln, dass wir damit gegen die höchste Regel verstoßen würden - ganz zu schweigen von meinen Prinzipien, mich niemals auf einen DeLaurants einzulassen. Noch niehatte eine Cunnigham eine intime Beziehung mit einem DeLaurant eingegangen und trotz des Friedens zwischen unseren Familien, wurden die Vorschriften niemals aufgehoben.
"Ich weiß", flüsterte er, was mich innerlich unruhig machte. Alles sprach gegen das, was wir tun wollten, aber ich konnte meine Gedanken nicht einfach abstellen.
"Einen Kuss", wisperte ich schließlich und sah von seinen Lippen hoch in seine stechend grünen Augen. "Um uns zu beweisen, dass da nichts zwischen uns ist."
Cayden nickte leicht. Sein Mund war meinem gefährlich nahe gekommen. "Einen Kuss", wiederholte er und dann senkte er endlich seinen Mund auf meinen.