Das Schiff der verlorenen Seelen

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Non-Fiction
Diese eine Nacht im Herbst. Der 17. September 2000. Es war kalt und ungemütlich. Der eisige Wind pfiff durch die Straßen der Hafenstadt Yorkland. Es war kein Tag, wie jeder andere. Tausende Menschen hatten sich versammelt, um auf die Ankunft des großen Kreuzfahrtschiffes „Soulless" zu warten. Sie hatten vor genau einer Woche die Liveübertragung im Fernsehen verfolgt, als das Schiff in den Weiten des Ozeans verschwand. Die Passagiere wurden gefeiert, wie Popstars, durften Interviews geben und Autogramme schreiben. Ihre Namen bestimmten tagelang die weltweiten Schlagzeilen, kein renommiertes Nachrichtenmedium kam um eine Berichterstattung herum. Und genauso, wie sie davor keiner kannte, werden ihre Gesichter auch nach dieser Reise bald wieder in der Masse ...
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1825, Karibik „Der vertraute Geruch des Meeres stieg in meine Nase und zum ersten Mal nach fünf Jahren verspürte ich eine gewisse Vorfreude, auf das was kam. Wie lange hatte ich auf diesen Moment gewartet und wie oft hatte ich davon geträumt? Ich wusste nur, dass ich zu zählen aufgehört hatte. Mit einem kleinen Grinsen auf den Lippen stieg ich aus dem Zug und bemerkte auch zugleich die ungläubigen Blicke auf mir. Schon die ganze Fahrt über hatte der Mann, der mir gegenüber sass, mich so komisch angeglotzt als wäre ich von einem anderen Planeten. „Er ist zurück!" „Ist er es wirklich?" „Wie ist das möglich?" tuschelte die Menge am Bahnhof und ich ging erhobenen Hauptes an ihnen vorbei. Natürlich bemerkte ich die Frauen, die ihre Kinder hinter sich versteckten und die Männer die vorsichtshalber ihre Hand an ihrem Holster trugen, aber es störte mich nicht. Im Gegenteil ich genoss diese gewisse Berühmtheit."

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