Meine Nachbarin

Meine Nachbarin

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WpMetadataNoticeLast published Sat, Apr 25, 2020
Ich lüge nicht, wenn ich sagen, dass dieses Mädchen umwerfend ist. Ich kenne sie eigentlich schon mein ganzes Leben lang. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob sie mich jemals wirklich gesehen hatte. Natürlich wohnten wir die bis zu meinem Auszug in derselben Straße und man könnte meinen, dass wir, da wir ja annähernd im selben Alter sind, zusammengespielt hätten. Ich konnte Toni, so nennte ich sie in meinen Gedanken, an ihrem Fenster sitzen sehen. Auch früher hatte sie dort oft gesessen um zu Lernen. Sie trug ihre Brille, die sie auf der Straße bestimmt nie tragen würde. Ich habe sie jedenfalls nie mit gesehen. Völlig konzentriert blätterte sie in einem Buch bis sie auf einer der Seiten stehen blieb, um auf dieser etwas mit einem Marker zu kennzeichnen. Sie hatte sich einen Dutt gebunden, jedoch ließ sie, dass hatte sich wohl bis heute nicht geändert eine Strähne übrig. Jedes Mal, wenn sie nicht weiter wusste zwirbelte sie an ihr und strich sie sich hinters Ohr, um wieder neue Motivation zu schöpfen. Einige Dinge ändern sich wohl nie. Andere könnten es aber...
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"Na, hast du mich vermisst?", flüsterte er mir ins Ohr und ich zuckte leicht zusammen da seine Stimme tiefer und rauer war als erwartet. "Wieso sollte ich dich vermisst haben, ich kenne dich überhaupt nicht.", flüsterte ich leise ohne ihn anzusehen, da er immer noch neben meinem Ohr verweilte. "Überleg nochmal genau.", flüsterte er erneut aber verweilte dennoch an meinem Ohr. Ich spürte sein grinsen und wie er ausatmete. Ich wusste nicht was er meinte und überlegte nochmal genau woher ich ihn kennen sollte.In meinem Kopf drehten sich kurz die Rädchen. Ich hatte noch nie etwas mit einem Silas zu tun gehabt oder einen Silas gekannt... außer, natürlich. In meinem Hirn machte es klick und ich versteifte mich und atmete tief ein. Nur im Kindergarten kannte ich einen Silas, fast hätte ich meinen Hass auf ihn von damals vergessen. Er lachte rau an meinem Ohr und ich drehte mich langsam zu ihm. Wir waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt und als ich ihm in die Augen sah erkannte ich ihn wieder. Er hatte sich zwar ziemlich verändert aber ich erkannte ihn dennoch. "Natürlich hast du mich vermisst, wieso frage ich überhaupt, jeder vermisst meine Nähe." Ich schnaubte und schaute wieder weg. Ich würde niemals vergessen was er mir damals alles angetan hatte und auch niemals würde ich etwas anderes als Hass in seiner Nähe fühlen können. Er nahm eine meiner Haarsträhnen in seine Finger und spielte ein wenig damit. Don't like it, don't read it.

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