Meine Nachbarin

Meine Nachbarin

  • WpView
    Reads 24
  • WpVote
    Votes 3
  • WpPart
    Parts 3
WpMetadataReadOngoing
WpMetadataNoticeLast published Sat, Apr 25, 2020
Ich lüge nicht, wenn ich sagen, dass dieses Mädchen umwerfend ist. Ich kenne sie eigentlich schon mein ganzes Leben lang. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob sie mich jemals wirklich gesehen hatte. Natürlich wohnten wir die bis zu meinem Auszug in derselben Straße und man könnte meinen, dass wir, da wir ja annähernd im selben Alter sind, zusammengespielt hätten. Ich konnte Toni, so nennte ich sie in meinen Gedanken, an ihrem Fenster sitzen sehen. Auch früher hatte sie dort oft gesessen um zu Lernen. Sie trug ihre Brille, die sie auf der Straße bestimmt nie tragen würde. Ich habe sie jedenfalls nie mit gesehen. Völlig konzentriert blätterte sie in einem Buch bis sie auf einer der Seiten stehen blieb, um auf dieser etwas mit einem Marker zu kennzeichnen. Sie hatte sich einen Dutt gebunden, jedoch ließ sie, dass hatte sich wohl bis heute nicht geändert eine Strähne übrig. Jedes Mal, wenn sie nicht weiter wusste zwirbelte sie an ihr und strich sie sich hinters Ohr, um wieder neue Motivation zu schöpfen. Einige Dinge ändern sich wohl nie. Andere könnten es aber...
All Rights Reserved
#130
eifersucht
WpChevronRight
Join the largest storytelling communityGet personalized story recommendations, save your favourites to your library, and comment and vote to grow your community.
Illustration

You may also like

  • Augen zu und Sprung
  • Lieber Frank,
  • Projekt Dalinow Teil 5 - Kahlyns Neubeginn
  • Wenn das Leben verrückt spielt
  • Bad Boy ja klar geht's noch !
  • This Time Next Year
  • Hazel Eyes (TeacherxStudent)
  • Geschwisterliebe oder mehr?
  • Against The Shadows
  • Mein Leben als Halbdrachin

Tosend laut strömte das graue, kalte Wasser unter meinen Füssen hindurch. Beinahe ohrenbetäubend umgab mich das dröhnende Rauschen, schien mich zu erfassen und mitzureissen. Meine Hände ergriffen das kalte, raue Stahlgeländer der Brücke. Wie ein scharfes Messer schnitt die Kälte in meine Haut. Meine Verzweiflung, welche ich kaum zwei Minuten zuvor noch verspürt hatte, war einer allumfassenden Gleichgültigkeit gewichen. Wie eine feste Faust hielt sie mich umklammert und machte mein Innerstes ganz ruhig. Es war zu Ende, mein Innerstes wusste dies ganz genau! Noch immer sehe ich sie nachts in meinen Träumen, die alte, steinerne Brücke mit ihrem stählernen Geländer. Da steht sie gross und umschleiert von Nebelschwaden. Nicht mehr als eine bedrohliche, dunkle Silhouette. Dicke, schwere Regentropfen trommeln auf sie ein. Unzählige Male haben sich die Geschehnisse von damals bereits vor meinem inneren Auge erneut abgespielt, wieder und wieder wie in Dauerschleife. Und immer ist sie da, die Brücke und unter ihr der graue, tosende Fluss, der alles verschlingt. Erneut lockere ich meine Finger, stosse mich ab und meine Füsse verlieren den Halt. Immer näher und näher komme ich den reissenden Wogen, schliesse die Augen. Dunkelheit, Stille. Mein Name ist Jenny, ich bin 15 Jahre alt und dies ist meine Geschichte...

More details
WpActionLinkContent Guidelines