Ich mag Menschen nicht sonderlich. Ich bin gerne allein. Es ist anstrengend für mich, mit Menschen zu reden. Sie sprechen über Dinge, die in keinster Weise von Interesse sind und es bringt ihnen Spaß. Einige tun nichts anderes als das, den ganzen Tag. Eigenartig.
Wenn ich mit Menschen rede, kommt es mir so vor, als würde ich wertvolle Zeit verlieren, die ich auch hätte allein verbringen können. Ich hätte in der Zeit viele interessante Dinge mit mir selbst besprechen und sinnvolle Gedanken hegen können. Es ergibt für mich alles keinen Sinn.
Aber andersherum ist es wohl genau so. Menschen finden mich sonderbar. Ich ergebe für Menschen keinen Sinn. Menschen halten mich für psychisch krank, weil ich anders bin. Ich verstehe nicht, warum sie es denken. Und sie merken, dass ich es nicht verstehe und glauben nur noch mehr, dass es stimmt.
Niemand scheint zu erkennen, wer ich bin. Niemand gibt sich Mühe, es herauszufinden. Wenn man einen Stempel hat, behält man ihn. Und ich gebe mir keine Mühe, es ihnen zu zeigen, denn ich habe es nicht nötig, mich verletzlich zu geben, wenn schon auf mich eingestochen wird.
Ich fühlte mich nie wirklich zuhause. Weil ich in meiner Kindheit immer allein war. Weil ich gemerkt habe, dass ich anders bin. Als würde ich nirgendwo dazu gehören. Aber das stimmt nicht. Ich weiß, dass ich irgendwo ein Zuhause habe. Und irgendwann werde ich es finden.
[In diesem Buch werden Dinge angesprochen wie z.B. Psychische Probleme. Sensible Menschen, Menschen, die Trigger hinsichtlich Tod, Sexueller Gewalt, Sex generell oder Mobbing haben, sollten also an dieser Stelle "gewarnt" werden. Wer mit solchen Themen nicht klarkommt, bzw. Schwierigkeiten damit hat, kann dieses Buch auf eigene Gefahr hin lesen. Ich kann es ja nicht kontrollieren. Ich möchte nur sicher gehen, dass alle, die wirklich Probleme damit haben könnten, das einmal vorher gelesen haben.]
Ich weiß nicht wie spät es ist, aber dies ist mir grade auch relativ egal. Ich bin glücklich, nach langer Zeit zufrieden mit dem was ich habe. Ich wollte immer alles, ein perfektes Leben nur was ist bitte perfekt. Ich habe eingesehen was es heißt alles zu verlieren, denn erst dann erkennt man den Wert der Dinge die man hatte. Das Leben täuscht uns, es spielt einem etwas vor bis es keine Lust mehr hat und dann kickt es einen rücksichtslos wie es nun mal ist in die Realität, dort spielen wir uns eine Illusion vor bis das Leben einem wortwörtlich in die Fresse haut und dann liegt man am Boden. Man verblutet an seinen eigenen Wunden, für die man selbst verantwortlich ist nur weil man nicht einmal einsichtig war. Man verreckt leise und allein und niemanden interessiert es weil man sich selbst auch nie für andere interessiert hat.
#109 in Jugendliteratur - 14.03.2015
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