S.I.E
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WpMetadataNoticeLast published Mon, Jul 12, 2021
Sie ist laut und zugleich still. Nachts immer unterwegs und auf Partys, doch an den Samstagabende allein Zuhause. Sie ist ein Familienmensch, doch wird von ihrer Familie nicht verstanden und akzeptiert. Sie liebt die Sterne in der Nacht, aber hat Angst vor der Dunkelheit. Sie ist das Abenteuer in Person, doch manchmal auch die Schildkröte in Person und stösst alle von sich weg und verschliesst sich vor allen. Sie tanzt so gut, dass niemand ihr Konkurrenz bieten kann, doch ihr Selbstvertrauen hat sie wenig. Sie strahlt mit der Sonne um die Wette, doch zugleich fühlt sie sich dunkel wie die Nacht. Sie hat zwei Herkünfte, zwei Zuhause, zwei komplett verschiedene Wurzeln. Unterschiedlich wie Tag und Nacht sind ihre zwei Kulturen. Genau wie sie. Sie hofft auf die grosse Liebe, doch fällt auf die falschen Jungs hinein. Pausenlos raucht und kifft sie, doch eigentlich ist sie ein braves Mädchen und weiss wie schädlich es ist. Sie ist offen und schliesst gute Freundschaften, doch oft wird ihre Loyalität und ihr Vertrauen nicht erwidert und sie wird enttäuscht. Sie hat die schönsten Kurven und ist braun gebrannt, doch manchmal wünscht sie sich anders auszusehen, um nicht nur auf das Äussere reduziert zu werden.. Ich verfasse meine Geschichte. Auf Papier. In kurzen Stücken. Keine Ahnung ob ich das schaffe. Ein schwerer Schritt. Um in die Zukunft blicken zu können, um meine Vergangenheit und meinen Schmerz zu verarbeiten. In der Hoffnung eines Tages von meinem Seelenverwandten erlöst zu werden. Um mein Leben in den Griff zu bekommen. Vielleicht einmal Hoffnung für mich. Philosophische, nachdenkliche Beiträge um mir zu helfen oder auch anderen. Depressionen habe ich keine, doch ich habe meine Ecken und Kanten. Ich bin nicht perfekt. Doch ich möchte meine Geschichte erzählen. Um versuchen abzuschliessen und neu zu starten.
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Mit vier Jahren ließ mich meine Mutter einfach zurück. Ich weiß noch, wie ich an der Tür stand und sie nie wieder gesehen habe. Seitdem war es nur noch mein Vater und ich - und meine kleine Schwester. Mein Vater hat mir beigebracht, was Angst ist. Er schlug mich, wenn er betrunken war, und oft auch, wenn er einfach nur einen Grund suchte. Ich wusste nie, wann er wieder ausrasten würde. Und meine Schwester -sie war noch zu klein, um sich zu wehren, also musste ich alles ertragen, um sie zu schützen Ich hatte nie Zeit, ein Kind zu sein. Die Schule war das kleinste Übel. Nach der Schule ging ich arbeiten - im Blumenladen am Tag und im Strip Club nachts. Beide Jobs saugten mich aus, aber ich konnte nicht aufhören. Wir mussten essen, wir mussten überleben. Freunde? Hatte ich nie. Und Liebe? Die gab es nur in Träumen, die ich nicht hatte. Ich wollte nie in einer Welt leben, die nur aus Schlägen und der Dunkelheit eines Clubs bestand. Aber es gab keine Wahl. Es gab nie eine Wahl. Ich kämpfte für meine Schwester, weil sie das einzige war, was noch zählte. Alles andere war egal. Bis er kam... Bilder sind von Pinterest:)

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