Hanna, sicher aufgewachsen ohne jegliche Sorgen, muss lernen dass ihre Melodramen, nicht das schlimmste im Leben eines Teenagers sein können.
Unglückliche Zufälle führen dazu, dass sie unwissentlich mitten in eine Mord-Intrige rutscht. Jeder Schritt, der sie näher an den Knotenpunkt führt, führt zu weiteren Schnüren, bis sie feststellen muss, dass sie selber zum Faden geworden ist.
Liebe und Tod sind eine gefährliche Mischung. Das muss Hanna auf die harte Weise herausfinden.
Wenigsten weiß sie, dass das hier REAL ist.
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Britta schenkte mir ein Lächeln. „Mach dir keine Sorgen" Sie strich mir über meinen Oberarm, bevor sie wieder zurück zu den anderen ging. Ohne sie war es still. Und kalt. Ich fröstelte und verschränkte die Arme. Alles was ich hatte machen wollen, herausfinden wo Nicola war, was es mit den Morden auf sich hatte, hatte sich in Luft aufgelöst. Ich war verwirrt. So verwirrt. Meine Gefühle schlugen Purzelbäume und ich wusste nicht mehr welche echt waren und welche Einbildung. So lange war ich mir sicher gewesen, dass ich verliebt war. Dass es echte Liebe war. Liebe, die ein Leben lang dauerte. Die eine war. Ein Lächeln, eine Träne, ein Wort, hatten diese Gefühle zerstört.
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„Gott, du siehst so zufrieden aus. Welche Frau hat dich um den Verstand gebracht?" Jack hatte mich also beobachtet.
„Wie kommst du darauf, dass es mit einer Frau zu tun hat. Ich habe eigentlich ein ganz nettes Leben. Manchmal sollte man sich daran erinnern."
„Mh." Mein Freund zog eine Augenbraue nach oben.
„Du siehst glücklicher aus, als an allen Tagen in den letzten paar Jahren zusammen. Daniel hatte schon Sorgen, dass du depressiv wirst und jetzt willst du mir erklären, dass dein plötzlicher Stimmungsumschwung nichts mit einer Frau zu tun hat?" Ich sah entrüstet zu Daniel. Dieser zuckte lediglich entschuldigend mit den Schultern.
„Ich bin nicht wie du, Jack. In meinem Leben geht es um mehr als nur..." Mein Mund blieb offen stehen, als ich zwischen den Menschen plötzlich ein vertrautes Gesicht erblickte. Beziehungsweise zwei vertraute Gesichter, doch dem einen schenkte ich nur geringfügig Beachtung. Heilige Scheiße.
„Oh Jesus.", stöhnte Jack, der meinem Blick gefolgt sein musste. Ich räusperte mich,
„Vögeln", beendete ich meinen Satz überflüssiger Weise.
Eine düstere Vergangenheit. Zwei Menschen die sich lieben. Keine Chance auf eine Zukunft. Oder vielleicht doch?