Blutsfratzen

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»Einen Moment spieltest du mit den Gedanken, Lola anzufahren, dass sie sogleich auch die orangene Frucht von den Blutflecken befreite, sodass sie ebenso makellos war wie dein Gesicht. Doch dann blitzte ein raffiniertes Bild in deinem Gedanken auf: einen Kürbis konnte jeder haben; einen so perfekt geschnitzten, wie du ihn angefertigt hattest, besaßen nur wenige; aber einen schauerlichen, mit Menschenblut verschmierten zu Halloween vermochtest nur du dein Eigen zu nennen. Selbst wenn die Gäste, die für heute Abend geplant waren, sich sicher nur bewundernd zu deinen Schnitzkünsten und die faszinierende Echtheit des Kunstblutes äußern würden. An das, was du sonst noch mit deinem Kristalldolch anstellen könntest, würden sie keinen Gedanken verschwenden. Dummes Menschenpack.« © Alle Rechte vorbehalten
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#63
psychopath
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„Du solltest mich nicht so ansehen, Prinzessin." Seine Stimme war dunkel, weich wie Samt - mit einem Hauch von Gefahr. „Sonst könnte ich vergessen, dass du nicht mir gehörst." --- Ein Kuss - und ich war verloren. Niemals hätte ich gedacht, dass ich ausgerechnet in der Hölle Liliths Sohn küssen würde. Und für einen Kuss hätte ich mir definitiv einen romantischeren Ort vorstellen können. Aber als er mich in seinen Armen hielt, als der Duft von dunkler Schokolade und Amber die Luft erfüllte, als seine Finger auf meiner Haut eine Spur von Hitze hinterließen - da gab es keinen schöneren Ort. Cassia: Ich sollte eigentlich gar nicht existieren. Als Tochter einer Vampirin und eines Werwolfs bin ich ein wandelnder Regelbruch - eine Anomalie, die nicht sein dürfte. Mein Blut ist mächtig, wertvoll... und für viele der Schlüssel zu etwas, das besser verborgen geblieben wäre. Und dann kommt er. Azriel. Der Prinz der Dämonen. Dunkel, tödlich und - zu meinem Unglück - genau die Art von Mann, von der ich mich fernhalten sollte. Er ist gefährlich, seine Worte ein Spiel aus Wahrheit und Lüge, sein Lächeln eine Herausforderung, die ich nicht verlieren will. Doch er beobachtet mich, als wäre ich ein Rätsel, das er lösen muss. Und wenn er mich berührt, dann nicht wie jemand, der mich zerstören will - sondern wie jemand, der mich für sich beansprucht. Ich sollte ihn hassen. Ihn ignorieren. Doch jedes Mal, wenn er mir zu nahe kommt, frage ich mich - was, wenn er mich nicht nur als Beute sieht? Denn wenn ein einziger Kuss die Hölle entfesseln kann... Was passiert dann, wenn ich mich entscheide, ihm zu gehören?

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