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Von Plüschhunden & Schuldgefühlen - Eine Kurzgeschichte

Von Plüschhunden & Schuldgefühlen - Eine Kurzgeschichte

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WpMetadataReadComplete Thu, Oct 15, 2020
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Non-Fiction
"In diesem Moment wünsche ich mir einfach nur, dass ich die Zeit zurückdrehen könnte. Zurück zu meinem Lieblingssong, den ich im Radio gehört hatte, zurück zu der fröhlichen Stimmung, die im Auto geherrscht hatte. Ausgelassen hatten mein kleiner Bruder und ich dazu gegrölt. Mit geöffneten Fenstern waren wir über die Landstraße gefahren und hatten den warmen Sommertag genossen."
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#250
emotional
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Illustration

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Ich war nie das naive Mädchen, das an Märchen glaubte. Schon früh hatte ich gelernt, dass hinter jedem Lächeln ein Messer stecken kann, dass Nähe gefährlich und Liebe ein Trugbild ist - vor allem, wenn man in einer Welt aufwächst, in der Macht, Geld und Geheimnisse wichtiger sind als Vertrauen. Meine Eltern, Isabel und Antonio, waren erfolgreiche Geschäftsleute. Erfolgreich - aber nicht sauber. Sie sprachen nie darüber, was sie wirklich taten, aber ich wusste immer, dass es dunkler war, als sie mich glauben lassen wollten. Und dann kam er: Enzo. Dunkel, kalt, unberechenbar. Ein Mann, der alles verlor, was ihm gehörte - wegen ihnen. Und um sich zu rächen, nahm er das Einzige, von dem sie dachten, dass es sicher sei: mich. Ich hätte ihn hassen sollen. Ich tat es. Seine Blicke, seine Worte, seine Nähe - all das brachte mich an meine Grenzen. Doch je länger ich in seiner Welt gefangen war, desto mehr verschwammen diese Grenzen. Zwischen Hass und Verlangen. Zwischen Angst und Faszination. Zwischen mir und dem Mann, der mein Gefängnis war... und vielleicht mein Verderben.

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