In einem anatolischen Dorf im Jahr 1967 hütet ein Junge die Kühe seiner Familie.
Die Zeit vergeht langsam, fast unmerklich. Unter der Weide scheint die Welt stillzustehen, während im Haus darunter Armut, Gewalt und Schweigen ihren festen Platz haben. Ihr Verlust hinterlässt eine Leerstelle, die nie benannt wird.
Jahrzehnte später lebt ein junges Mädchen in der Gegenwart ein Leben voller Bewegung: Drogen, Nächte, flüchtige Nähe. Inmitten urbaner Entfremdung entsteht eine intensive Freundschaft, die ihr Halt gibt und zugleich an die Grenzen ihrer eigenen Geschichte führt. Religion, Familie und Herkunft bilden dabei keinen offenen Konflikt, sondern einen leisen Hintergrund aus Blicken, Gesten und unausgesprochenen Regeln.
DÖRT will ein stilles lautes Buch über Herkunft, Weitergabe und die Frage, was in uns weiterlebt, wenn etwas zu früh endet sein.