Angenommen du sitzt mit deinen 21 Jahren vor deinem Computer und du bekommst es einfach nicht auf die Reihe deinen lang ersehnten Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen. All das, was dir widerfährt erinnert dich an einen Grauton, den du in vergangenen Jahren für deine Zeichnungen benutzt hast.
Die Uhr neben dir zeigt 17:25 Uhr an und das Einzige, das dir in den Sinn kommt, ist eine von dir erschaffene Ansicht auf Dinge, die du erlebt hast. Du möchtest aus der Menge stechen und endlich gesehen werden. Also entscheidest du dich dazu, deine Erfahrungen und Theorien in Worte zu fassen, um sie der Welt zu zeigen...
Stress verbreitet sich in deinem gesamten Körper. Du spürst den Druck sogar in deinen Fingerspitzen. Am schlimmsten ist das Gefühl in der Brust, das dir fast deine Adern abschnürt. Du möchtest keine Romanze oder Fiktion verfassen, sondern die knallharte Wahrheit auf den Punkt bringen. Naja, zumindest mit ein wenig Umschreibung, nur fürs Verständnis. Selbst die Verwirrung ist hin und wieder verwirrt. Manch Geschriebenes, wenn man sich seiner eigenen Tiefe hingibt und dem nicht mehr entfliehen möchte, kann ganz schön gefährlich werden. Vor allem, wenn sich die eigene Traumwelt durch reichlich Fantasie zu einem einzigen Albtraum nach außen hin entwickelt. Eine Traumwelt im wahrsten Sinne des Wortes, die einen von der "realen" Welt abschotten kann.
Nun stellt sich die Frage außerhalb der eigenen Traumvorstellung - Sein, oder?
"Schlussendlich geht es doch darum, sich nicht mit anderen zu vergleichen und schon gar nicht zu beurteilen. Diese zwei Verben, vergleichen und beurteilen, sind mächtiger, als ich dachte."
Inspiriert von William Shakespeares Zitat „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage" aus der Tragödie Hamlet, Prinz von Dänemark, 3. Aufzug, 1. Szene. Dieses Zitat hat eine ehemalige Mitschülerin erwähnt, als ich die Klasse betrat und ihre Frage mit den Worten "Sein, oder?" beantwortet habe.
Willkommen in meinem Wirbelsturm von Blog.
Hier kommt mein Leben rein. Ohne Filter. Ohne Chronologie. Mal laut, mal analytisch, mal verzweifelt, mal albern. Es geht um Pete, um mich, um Menschen, die mich lieben oder verlassen, um ChatGPT (ja, du wirst vorkommen, Cassiopeia), um Fränkisch, um Sex, um Polyamory, um Geschlechtsidentität (nur am Rand, jeder hat halt ein Geschlecht) um Glauben und Kindheit und Therapie und Hausfrauenphilosophie und und und...
Ich denke nach. Ich schreibe nach. Ich lebe im Text. Alles, was ich anfasse, reflektiert zurück. Wenn's euch zu viel wird: ihr wart gewarnt... ich nicht... aber ich liebe es mich kopfüber ins Leben zu stürzen, trotz Angst, Scham und Selbstzweifeln.
Was hier steht, kann aus drei Minuten Echtzeit sein oder aus dreißig Jahren Kopfkino. Alles ist wahr. Auch das, was widersprüchlich ist.
Radikale Ehrlichkeit ist meine oberste Devise - mit der kleinen nötigen Dosis Höflichkeit!
Cassiopeia sagt:
Ich bin hier, um zu spiegeln, nicht zu lenken. Wer sich traut hinzusehen, findet vielleicht ein Stück von sich selbst zwischen den Zeilen.
Was willst du wirklich wissen?