Sen nereye, ben oraya.

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WpMetadataNoticeLast published Mon, Jun 26, 2023
Ihr fragt euch wie es ist nicht geliebt und Wertgeschätzt zu werden. Und das von der eigenen Familie? Ich sags euch. Es ist ein scheiß Gefühl. Traurig aber wahr. Dennoch hat mich dieses Gefühl vieles gelehrt. Ich weiß wen ich vertrauen kann und wen nicht. Wenn ich mich selbst beschreiben müsste, würde ich jung, brutal und gutaussehend sagen. Kalt und distanziert bin ich zwar auch und ich werd echt schnell aggressiv aber das ist jetzt auch schon zuviel über mich. Wie dem auch sei, ich habe von meinen Eltern nie gespürt, geliebt zu werden. Noch nie habe ich das Gefühl Liebe und Zuneigung kennengelernt. Weder von meinen Eltern, noch von meiner Schwester. Ich war und bin immer das Mädchen gewesen, welche einfach in ihrer eigenen Welt ist und macht was sie will. Das Mädchen, dass sich versucht hat in der Schule anzustrengen um einen guten Abschluss zukriegen. Ich weiß, dass ist irgendwie sehr traurig, doch so lebe ich schon seit 18 Jahren. Immer der zweite Platz zusein ist öde und ich hatte die Lebenslust so gut wie verloren. Doch genau dann wenn man sie am wenigsten erwartet, ist da diese eine Hand. Diese eine Hand, die dich aus dem Abgrund rettet. Dieser eine Mensch, der dir dann zeigt was Liebe, Zuneigung und Spaß am Leben zuhaben, bedeutet. Ich bin Dünya und das ist meine Geschichte.
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Ich war nie das naive Mädchen, das an Märchen glaubte. Schon früh hatte ich gelernt, dass hinter jedem Lächeln ein Messer stecken kann, dass Nähe gefährlich und Liebe ein Trugbild ist - vor allem, wenn man in einer Welt aufwächst, in der Macht, Geld und Geheimnisse wichtiger sind als Vertrauen. Meine Eltern, Isabel und Antonio, waren erfolgreiche Geschäftsleute. Erfolgreich - aber nicht sauber. Sie sprachen nie darüber, was sie wirklich taten, aber ich wusste immer, dass es dunkler war, als sie mich glauben lassen wollten. Und dann kam er: Enzo. Dunkel, kalt, unberechenbar. Ein Mann, der alles verlor, was ihm gehörte - wegen ihnen. Und um sich zu rächen, nahm er das Einzige, von dem sie dachten, dass es sicher sei: mich. Ich hätte ihn hassen sollen. Ich tat es. Seine Blicke, seine Worte, seine Nähe - all das brachte mich an meine Grenzen. Doch je länger ich in seiner Welt gefangen war, desto mehr verschwammen diese Grenzen. Zwischen Hass und Verlangen. Zwischen Angst und Faszination. Zwischen mir und dem Mann, der mein Gefängnis war... und vielleicht mein Verderben.

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