Ich bin Emma

Ich bin Emma

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WpMetadataNoticeLast published Sun, Aug 15, 2021
"Hallo, spreche ich mit Emma?" Sie stockte. Sie kannte die Stimme. Sie kannte den Namen. Sie hatte nicht erwartet das er sie noch am selben Abend anrief, geschweige denn jemals. "Hallo?" Vor lauter Überraschung und nachdenken hatte sie vergessen ihm zu antworten, "Hallo, ja hier ist Emma." - Warum hatte er sie so früh angerufen, warum keine drei Tage gewartet, so wie die meisten es taten? - "Und wie war dein Lauf noch?" "Ein wenig kalt, aber gut." Er sprach so mit ihr als kennen sie sich schon länger, so als wären sie gute Freunde die sich nach dem Morgen des anderen erkundigten. "Ein wenig kalt!? Ich hatte wirklich Angst du würdest noch erfrieren," sagte der Mann aufgebracht. - Rechtschreibfehler vorhanden
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Manche Leben beginnen nicht mit einem Schrei, sondern mit einem Schweigen. Ein Schweigen, das sich wie ein dunkler Schleier über Jahre legt, über Kindheit, Jugend, Liebe - wenn man es überhaupt so nennen kann. Sie hieß Elina. Ein Name, zart und hell wie das Licht, das sie nie wirklich kannte. In einem Haus, das nach außen wie ein Zuhause wirkte, lernte sie früh, dass Vertrauen gefährlich war und Nähe schmerzte. Ihre Familie - jene, die sie hätte schützen sollen - war ein Käfig, in dem ihre Seele leise zerbrach. Als sie endlich ging, tat sie es nicht, weil sie frei war - sondern weil sie einem neuen Gefängnis entgegenlief. Die Ehe schien wie eine Rettung, ein Schritt in ein besseres Leben. Doch was sie fand, war bloß eine Fortsetzung ihres alten Albtraums, nur in einem anderen Zimmer, mit anderen Regeln. Ihr Mann war nicht ihr Retter. Er war nur ein neuer Schatten, der sich über ihr Leben legte. Und dann war da er. Der Geschäftspartner ihres Mannes - ein Mann, der sie ansah, als sähe er sie wirklich. Nicht als Besitz, nicht als Objekt, sondern als Mensch. Als Frau. Zum ersten Mal spürte sie etwas, das wie Hoffnung schmeckte. Doch Liebe, wenn man sie nie erfahren hat, kann genauso beängstigend sein wie Gewalt. Dies ist ihre Geschichte. Eine Geschichte von Schmerz, von Flucht, von unerwarteter Liebe - und davon, wie schwer es ist, sich selbst zu finden, wenn man nie gelernt hat, wer man wirklich ist.

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