Anders ist Völlig Normal

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WpMetadataNoticeLast published Sat, Aug 21, 2021
„Ihr könnt jetzt rein", sagte der Arzt traurig und wir gingen hinein. Drinnen lag meine Mutter, kurz vor dem sterben. Als ich sie sah brach ich sofort in Tränen aus. Warum musste das ausgerechnet mir passieren? Ausgerechnet mir? Ich beugte mich zu meiner Mutter hinunter und Umarmte sie. Sie fühlte sich so schlapp an in meinen Armen. „Anna. Bleib wer du bist. Und vergiss nie! Anders ist völlig normal...", flüsterte sie mir noch ins Ohr, dann wurden ihre Augen glasig und ihre Brust hebte und sengte sich nicht mehr. Sie war tot. Sie war tot! Was aus meiner Kele drang war einzig und allein ein verzweifelter Schrei...
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Alles begann mit dem Tod. Meinem Tod. Mein Leben war nicht so glücklich verlaufen, wie ich es gerne gehabt hätte. Wer stirbt schon gerne mit sechzehn Jahren? Mein ganzes Leben war so normal gewesen. Wenn ich gewusst hätte, dass mein Leben auf diesen Schienen enden sollte, hätte ich mehr aus meinem Leben gemacht. Ich wäre nicht so gemein zu meinen Eltern gewesen und hätte mehr mit meinem Bruder unternommen. Doch jetzt war alles zu spät. Mein Leben war geschehen und ich konnte nichts an diesen Bildern ändern, die vor meinen Augen vorbeizogen, als der Zug auf mich zugerast kam. Jemand hatte mich vom Bahnsteig auf die Schienen gestoßen und ich wusste nicht warum. Ich fiel wie in Zeitlupe. Niemand hatte damit gerechnet. Genauso wenig, wie ich. Dann kam ich auf den Schienen auf und spürte einen Schmerz durch meinen Rücken zucken. Das ist gar nichts., redete ich mir ein. Nichts im Gegensatz zu dem, was gleich kommt. Der Zug war zu schnell, als das ich hätte aufstehen und ausweichen können. Er war bereits zu nah, als das ich irgendwie reagieren konnte. Das, was eigentlich so schnell geschah, kam mir wie Zeitlupe vor. Der Zug kam näher und ich lag auf den Schienen.

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