»Vertrau mir!«, spricht er bestimmend, während seine linke Hand sachte meine Wange berührt.
»Dir Vertrauen?«, frage ich verletzt nach, während ich den Tränen nahe stehe und seine Hand weg schlage.
»Wie kann ich dir bloß vertrauen? Nach all dem was passiert ist...«, gegen Ende fängt meine Stimme an zu brechen und man versteht die Worte nur gedämmt.
So oft hat er mit mir gespielt, mich verletzt, gekränkt, aber jetzt reicht es. Er will spielen? Dann lass das Spiel beginnen.
»Weißt du was?«, frage ich mit fester stimme, während ich direkt in sein Gesicht sehe.
Als er kein Anzeichen dazu macht zu sprechen, rede ich weiter »Als ich noch ein kleines Mädchen war, erzählte mir meine Mutter einst eine Gesichte.«, meinen Blick wende ich von ihm ab und schaue nun aus dem Fenster welches vor uns steht.
»Eines Tages liefen das Feuer und das Vertrauen gemeinsam durch den Wald. Das Feuer sagte: „Wenn du mich verlierst dann such nach dem Rauch, denn dort wo Rauch steckt, ist auch Feuer!", und das Vertrauen erwiderte „Wenn du mich verlierst, dann such nicht nach mir, denn sobald du mich verloren hast findest du mich auch nicht wieder".
Diese Geschichte steht für sich alleine und hat (bisher) keinen Querbezug zu meinen anderen Geschichten. Ina ist frisch gebackene Erzieherin und hat gerade ihre Abschlussfeier überstanden. Wenige Tage später erhält sie eine rätselhafte E-mail der Gebrüder von Schwanstett mit der Aufforderung ihren Dienst als Kindermädchen anzutreten. Wird Ina dieser Aufforderung folgen? Lass dich von dem Zauber von Schwanstett mitreißen und erleben mit Ina ihr ganz eigenes Märchen.