Die Playlist meines Lebens

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WpMetadataNoticeLast published Thu, Oct 14, 2021
Schon als ich noch ein kleines Kind war haben meine Eltern mir immer gesagt, ich solle im Leben immer auf Nummer sicher gehen. Spar dein Geld, such dir einen sicheren Job mit Aufstiegsmöglichkeiten und guter Bezahlung, plane dein Leben gut damit du niemals auf unerwartetes triffst und später deiner Familie ein gutes Leben bieten kannst. Genau so haben meine Eltern selbst immer gelebt. Erfolg im Job, nie ein Risiko eingegangen, alles ganz genau geplant. Für sie hat das alles super geklappt. Nie Geldsorgen gehabt, ihre Wunschkinder zu ihrem Wunschzeitpunkt bekommen und diesen ein wunderschönes Leben ermöglichen können. Klingt ja erstmal echt traumhaft oder? Bis meine Schwester und ich 18 waren, war es das auch. Aber meine Eltern hatten ihre Planung leider ohne den Gedanken an das Schicksal gemacht, was uns zu dem Zeitpunkt härter traf als wir je gedacht hätten.
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Ist es schräg, erst mit 26 Jahren erstmals Geschlechtsverkehr zu haben? Ist es ungewöhnlich, suchtgefährdet zu sein? Ist es verwerflich, psychisch zu erkranken? Obwohl ein Grossteil der Leute diese Fragen wahrscheinlich mit "Nein" beantworten würde, sind die angesprochenen Themen alle mit Tabus behaftet. Dabei könnte man doch einfach darüber sprechen. Mit dem vorliegenden Buch ist die Hoffnung verbunden, dass künftig weniger Leid dadurch entsteht, weil man über vermeintlich ungewöhnliche Erscheinungsformen des Lebens den Mantel des Schweigens hüllt. Erst durch einen offenen Umgang mit dem, was war, eröffnet sich die Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen, was wird. Mein Leben als junger Erwachsener war orientierungslos. So deutlich ich spürte, was ich wollte, so unklar war mir, wie sich dieses Streben umsetzen liess. Am belastendsten aber war, dass ich mit emotionalen Defiziten aus der Pubertät hervorgegangen war, die einer glücklichen Liebesbeziehung hartnäckig im Weg standen. Weshalb das so war, verstand ich lange nicht. Rückblickend stelle ich erleichtert fest: Kehrtwenden sind im Leben auch jenseits der Jugend möglich. Aber blitzartige Veränderungen von heute auf morgen gehören ins Reich der frommen Wünsche. Ein Wandel falscher Sichtweisen und kontraproduktiver Angewohnheiten ist ein Langzeitprojekt, bei dem keine Abkürzungen und Schleichwege vorgesehen sind. Meinem Beispiel attestiere ich keinerlei Allgemeingültigkeit, und mein Lebensweg verläuft so individuell wie jeder andere auch. Aber meine Geschichte zeigt, dass auf Durststrecken nicht bloss eine Oase, sondern langfristig fruchtbarer Boden folgen kann. Egal, wie tief man in der Scheisse steckt: Auf lange Sicht siegt nie die Angst, sondern immer die Liebe.

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