Behind Walls

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WpMetadataNoticeDernière publication sam., déc. 27, 2014
Wie lange noch? Wie lange musste ich hier noch schmoren? Jeden Morgen, wenn ich die Augen aufschlug, brannte sich diese Frage in mein Gedächtnis. Bis zu dem Punkt, als ich sie für einige Stunden geschlossen hielt und davon träumte, ein einfaches und normales Leben zu führen. Doch in dieser Welt war es nicht mehr möglich - wohl eher, in diesem Leben . Mehrere Male versuchten andere zu fliehen, zu kämpfen. Scheiterten jedoch, denn sie waren nicht schlau genug. Seit dem letzten Tod wagte keiner von uns einen neuen Versuch. Je öfter jemand versuchte, sich zu befreien, desto härtere Strafen bekamen wir. Und das nur für die misslungenen Pläne anderer. Niemand von uns kannte den Grund, wieso wir hier gefangen wurden. Wieso wir all das durchmachen mussten. Niemand konnte sich erinnern. Es gab nur eine Sache, die wir wissen durften, dass wir hier niemals lebend raus kommen würden.
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ich habe keine Ahnung, was damals passiert war und vor allen Dingen, warum es jetzt meinen Geist dermaßen besetzt, dass ich alles nach Zeugnissen dieser Zeit absuche. Vergebens. Alles, was ich habe, ist ein kurzer Eintrag in meinem Tagebuch, in dem steht, dass ich dich am Liebsten vermöbelt hätte. Was ich damals nie getan hätte, da war ich doch viel zu schüchtern. Ich kann mich kaum erinnern, mit dir mehr als zwei Worte gewechselt zu haben. „Hallo" und „Tschüss", wahrscheinlich hast du mich genauso gesehen, die beste Freundin deiner Stieftochter, die ab und zu vorbei kommt. Mehr nicht. Wir lebten nebeneinander her, alles, was ich von dir weiß, ist dein damaliger Beruf, warum auch immer ich das noch weiß. Habe keine Ahnung, wie alt du warst, obwohl du, glaube ich, jünger als deine Frau warst. Ich habe sie immer bewundert, weil sie mir so locker und trotzdem stark vorkam, und fand euch als Paar cool. Obwohl sie auch Prinzipien hatte, die ich nicht nachvollziehen konnte, ich erinnere mich an eine Nacht, als deine Stieftochter und ich Toffifee genascht hatten und es am nächsten Morgen Ärger gab, dass wir zu laut herum geknistert hätten. V. musste immer heimlich naschen. Und ja, wir waren häufiger ungezogen, als ihr mitbekommen hattet. Wäre es nicht angebracht, mich dafür über's Knie zu legen?

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