Behind Walls

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WpMetadataNoticeLast published Sat, Dec 27, 2014
Wie lange noch? Wie lange musste ich hier noch schmoren? Jeden Morgen, wenn ich die Augen aufschlug, brannte sich diese Frage in mein Gedächtnis. Bis zu dem Punkt, als ich sie für einige Stunden geschlossen hielt und davon träumte, ein einfaches und normales Leben zu führen. Doch in dieser Welt war es nicht mehr möglich - wohl eher, in diesem Leben . Mehrere Male versuchten andere zu fliehen, zu kämpfen. Scheiterten jedoch, denn sie waren nicht schlau genug. Seit dem letzten Tod wagte keiner von uns einen neuen Versuch. Je öfter jemand versuchte, sich zu befreien, desto härtere Strafen bekamen wir. Und das nur für die misslungenen Pläne anderer. Niemand von uns kannte den Grund, wieso wir hier gefangen wurden. Wieso wir all das durchmachen mussten. Niemand konnte sich erinnern. Es gab nur eine Sache, die wir wissen durften, dass wir hier niemals lebend raus kommen würden.
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"Sie waren gemeinsam in den Strömen dieser Welt und stürzten einsam von den Klippen dieser Welt." Da stand er nun vor mir. Schmerz spiegelte sich in unseren Augen wider. Wir hatten verloren. Wir hatten uns selbst verloren. Wann war das nur geschehen? Wie kam es nur dazu? Jeder Atemzug wurde zur Last. "Lass uns abhauen. Jetzt. Sofort. Lass uns gemeinsam glücklich werden Hira. Lass uns unser Leben selber gestalten. Lass uns gehen Hira. Ganz weit weg." Ich musste schlucken. Wie gern hätte ich meine Hand in seine gelegt und ihm signalisiert, dass ich wollte, doch es ging nicht. Wenn ich einen einzigen Schritt auf ihn zugehen würde, ihm meine Hand reichen würde, dann würde er mehrere Schritte in meine Richtung tun und wir würden beide in die Schlucht vor uns fallen. In die Schlucht, die nur wir beide sahen. In die Schlucht, die nur in unseren Gedanken existierte. In die Schlucht, die nur wir sahen, die nur wir spürten, von dessen Existenz nur wir wussten. In die Schlucht des Verrates, der Trauer, des Schmerzes. Und in die Schlucht der Liebe. Ich schüttelte nur meinen Kopf und hielt meine Tränen, so gut wie es ging, zurück. "Es geht nicht. Ich habe es ihnen versprochen. Es tut mir leid", hauchte ich, worauf er langsam seine Hand sinken ließ. Und somit verlor ich meine letzte Chance, um glücklich zu werden. Meine letzte Chance um wieder leben zu können. Doch ich war nun einmal zum Scheitern verurteilt. Offizieller Start: 16.03.2016 Offizielles Ende: 26.03.2018 Cover by: aromanslastwords

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