Priya ist entsetzt. Der Traum in ein paar Wochen zur Abschlussball-Königin erweist sich als schwierig, wenn einem Hörner aus dem Kopf ragen.
Dazu hat sie auch unglaublich lebendige Träume und magische Fähigkeiten, die sie nicht wirklich kontrollieren kann.
Als wäre das nicht verwirrend genug, trifft sich auch noch auf Finn, der ein schäbiges Café in der Innenstadt besitzt. Obwohl sie ihn kaum kennt, fühlt sie sich unglaublich wohl bei ihm. Er ist sanft und freundlich, aber definitiv nicht menschlich-
Und dann ist da noch Jasper, ein Junge aus ihrer Schule, der noch nie zuvor Interesse an ihr hatte. Ganz in schwarz gekleidet, mit Piercings und Lederjacke.
Er sieht zwar unglaublich gut aus, aber er hat ein dunkles Geheimnis.
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,,Du bist so...", er öffnet den Mund um was zu sagen, schließt ihn aber wieder, als würden ihm keine Worte einfallen, die mich beschreiben könnte. ,,So was?"
,,Bissig.", entgegnet er grimmig. ,,Hitzköpfig und..."
Während er anfangs noch verärgert war, wirkt er jetzt irritiert und unsicher. Irgendwie abwesend, fast verträumt.
,,Und?", frage ich zynisch.
,,Arrogant.", murmelt er. ,,Dumm und...irgendwie süß."
Bei diesen Worten macht er noch einen Schritt auf mich zu und steht nun so nah, dass ich den Kopf in den Nacken legen, um ihn in die Augen schauen zu können. Der Ärger in seinen Augen ist verschwunden. Eigentlich sind wohl nur wenige Sekunden vergangen, aber für mich fühlt es sich wie eine halbe Ewigkeit, während wir da stehen und er mich ansieht. Mein Herz rast wie wild und mir ist auf einmal unglaublich heiß.
Ich will den Blick abwenden, einen Schritt nach hinten machen, um mehr Raum zwischen uns zu schaffen, aber gleichzeitig fasziniert mich diese plötzliche Nähe, diese Wärme in meinem Bauch.
Er hebt zögerlich die Hand und streicht mit seinen warmen Fingern über meine Wange und mein Atem stockt.
Cover von @Josie-Josephine
"Hättest du mir damals einfach gesagt, dass es doch das Risiko wert ist, ständen wir jetzt nicht hier und würden uns anschreien!", schrie ich wütend.
"Oh, jetzt ist es also meine Schuld?", schrie er wütend zurück.
"Ähh...", na toll, ich durfte jetzt nicht nach lassen, "ja!", schrie ich also, zugegebenermaßen etwas unsicher.
"Das ergibt doch alles keinen Sinn?", sagte er, als er sich wieder kurz beruhigt hatte.
"Was meinst du? Meinst du uns?", fragte ich und spürte die erste Träne meine Wange herunter laufen, woraufhin weitere folgten.
"Nein, das meine ich nicht.", sagte er mit ruhiger Stimme und kam einen Schritt auf mich zu.
Ich guckte ihn an, doch als ich immer mehr Tränen auf meinen Wangen spürte, guckte ich kopfschüttelnd nach unten.
"Hey, bitte hör auf zu weinen.", sagte er mit zittriger Stimme. Ich verschränkte meine Arme vor meinem Bauch, doch er hob meinen Kopf mit seiner Hand, um dann mit seinem Daumen sanft über meine eine Wange zu streichen und meine Tränen zu verwischen.
"Wieso muss das bloß alles so kompliziert sein?", schluchzte ich, doch statt einer Antwort, zog er mich in eine Umarmung und ich legte meinen Kopf, noch immer schluchzend, auf seine Brust.