Geschlagene Hunde
"Auf die eine oder andere Weise wÃŒrde es sowieso frÃŒher oder spÀter genau so enden: Man wÃŒrde Àlter; die inneren StÃŒrme wÃŒrden sich von allein legen; das DrÀngen weniger und weniger werden; man wÃŒrde sich auf Barhockern an die alten Schlachten, Wunden und Leiden zurÃŒckerinnern und darÃŒber lachen, wie intensiv und mÀchtig sie gewesen waren, und vor allem wie nutzlos und zerstörerisch. Mit der Zeit wÃŒrden selbst diese Erinnerungen mehr und mehr verblassen, sie wÀren zwar immer da, aber man wÃŒrde sie fast nicht mehr spÃŒren. Genauso wie er jetzt. Alles wÃŒrden nur noch Bilder und Gedanken sein. Nein, weniger, nur noch Ahnungen, dass es einmal so gewesen sein musste. Dass man einmal so empfunden und gelebt hatte. Aber nichts wÃŒrde einen mehr berÃŒhren. Man wÃŒrde mit allem versöhnt sein. Ewiger Friede wÃŒrde herrschen, wo frÃŒher gewaltige KÀmpfe tobten. Als ob man ein neuer Mensch geworden wÀre. Vielleicht mehr ein anderer Mensch. Einer, nachdem man sich in seinen jungen, dunklen, kalten Momenten gesehnt hatte. Dann wÃŒrde man schluÃendlich doch genau da ankommen, wo Alex sowieso lange vorher anlangte: Man wÃŒrde die Gewissheit haben, dass das einzig mögliche GlÃŒcklichsein im Leben darin bestand, ein paar Biere zu kippen, sich von einem einsamen Ding den Schwanz lutschen zu lassen und ihr dafÃŒr das zu geben, wonach sie sich am meisten sehnte, nÀmlich einen zÀrtlichen Kuss und Arme, in denen sie die Nacht verbringen konnte. Nicht mehr und nicht weniger."
Abgeschlossene Geschichte