Wanderung auf dem Eis
Der Traum vom Leben, und doch fehlt noch etwas?
Ja, es waren die Eltern, die plötzlich nicht mehr da waren. Jetzt ist Monika Lavendel zwanzig Jahre geworden. Schon als sie fünf war, da waren ihre Eltern für eine Woche in die Schweizer Alpen gefahren, hatten sich vorgenommen, eine Wanderung zu unternehmen, der sie ausgerechnet auf einen Gletscher führen sollte. Ein Talgletscher, der zweitlängste Gletscher der Alpen, der sich hinab schlängelte, wie eine monströse Zunge, hinab in die Ebene.
Der Aletschgletscher, mit einer Länge von 14, 7 Kilometern, schlängelt sich zwischen zwei Bergmassiven wie ein Fluss hinunter. Peter Lavendel und seine Frau Marlies hatten sich vorgenommen diesen Gletscher zu bezwingen. Sie waren etwas naiv zu dieser Tour gestartet, denn die Erfahrung, die sie im Bergwandern gemacht hatten, reichte sicherlich nicht aus, auf einem Gletscher entlangwandern zu können. Im Wesentlichen hatten sie sich auch nicht vorgenommen, Rekorde zu brechen, sie wollten einfach eine Woche dem Lauf des Gletschers von unten nach oben folgen. Wie sich die Wetterverhältnisse kurzfristig ändern können, in dieser Region der Alpen, war ein weiterer Punkt, wo sie sich lieber einen Bergführer hätten anvertrauen sollen. So begann nicht nur für die ahnungslosen Eltern eine Odyssee, auch für ihre Tochter begann ein Bangen, was mit stillen Weinen umschrieben werden konnte.
Klaus Konty, der selbst vom alpinen Wandern nicht die geringste Ahnung besitzt! - erst alle Gefahren, die so auftreten können, recherchieren muss, wagt sich einfach so an ein Thema, wie alle Themen von denen er nicht die geringste Ahnung besaß. Also sehen wir mal zu, wie sich die ganze Sache entwickeln wird, im Notfall muss der Klaus eben die Wanderung im Eis abbrechen.