Das eigentlich Grandiose am "Vielleichtweh"

Das eigentlich Grandiose am "Vielleichtweh"

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WpMetadataNoticeLast published Sun, Sep 11, 2022
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Non-Fiction
"Guten Zwielicht, ich bin ein Spieler und ich bemale meine Karten selbst - vorausgesetzt, ich darf deine Tränen zum Mischen verwenden, für ein saftiges Herzrot und Fußrußschwarz." So stellt er sich jedes Mal vor, wenn ein Blick ihn streift, ungeachtet dessen, was hinter diesem Blick stecken mag. Allerdings spricht er diese Worte niemals laut aus, denn er ist ein Flüchtender und ein Meister im Versteckspielen. Seine Freunde unterstellen ihm eine Sozialphobie. "Ich weiß nicht, welche Tageszeit wir haben, ich schlummere kichernd auf dem Grund des Ozeans. Weck mich, und ich zerfetze dich mit meinen Wildkatzenklauen." Sie würde diese Worte freimütig verkünden, ohne den Hauch einer Sorge in der rauchrauen Stimme, aber sie tut es nicht. Sie weiß, dass sie sich nur einmal im Leben so vertraut machen kann, um ernsthafte Konsequenzen nicht fürchten zu müssen. Als er sie trifft und sie ihn und sich beide dann verpassen, lernen sie, dass Worte meist nicht von Nöten sind, um sich zu offenbaren.
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„Irgendwie glaube ich dir diese Nummer nicht." - „Welche Nummer?" - „Vorlaut, Frech, der harte Eishockeyspieler." - „Du meinst meinen Charakter?" - „Ja, zumindest nicht alles davon." stimmt er zu. Verwirrt sehe ich ihn an. „Du kennst mich gerade mal seit ein paar Tagen? Wieso denkst du bitte, du wüsstest wer ich bin und dass ich eine Nummer spiele?" möchte ich von ihm wissen. „Zum einen, weil du mich die ganze Zeit vorhin in der Bar angeschaut hast, als wäre ich der Nachtisch und zum anderen, weil ich seit geschlagenen fünf Minuten meine Hand auf deinem Oberschenkel liegen habe und es dich offenbar nicht stört." antwortet er trocken und da merke ich es auch.

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