Thinking Out Loud

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WpMetadataNoticeLast published Wed, Feb 11, 2015
May ist Realistin. Und außerdem ist sie stumm. Sie kann nicht reden, so lange sie denken kann und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Aber dass sie stumm ist bedeutet nicht, dass sie nichts zu sagen hat. Mit ihrer Kunst will sie ausdrücken, was sie wirklich fühlt, malt auf Pappe und hängt die Bilder in ihrer Heimatstadt auf. An der Post, an Pfählen, an Haustüren - einfach überall. Sie will ein Zeichen setzen und der neue Junge in ihrer Klasse versteht sie nicht. Damian ist neu an Mays Schule und ist sofort interessiert an der 17-jährigen. Nach und nach versucht er, ihre Geschichte zu erfahren und hinter ihre Fassade zu kommen, lernt sogar Zeichensprache für sie. "Weißt du, dass du ein ganz besonderes Mädchen bist, M?" 'Und weißt du, dass du ein ganz besonderer Junge bist, D?'
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#26
stumm
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Ihr Name ist Hope. Aber nichts an ihrem Leben fühlt sich wie Hoffnung an. Hinter verschlossenen Türen wartet kein Zuhause - sondern Schmerz. Kontrolle. Gewalt. Jason, ihr Bruder, löscht alles Helle in ihr aus. Und das Einzige, was ihr bleibt, ist ein Fenster. Ein Fenster in eine Welt, die sie nie betreten durfte. Eine Welt voller Licht. Lachen. Wärme. Freiheit. Jeden Tag sitzt sie da, stumm, und fragt sich: Wie lange kann ein Mensch durchhalten, bevor er zerbricht? Dann kommt Damon. Er sieht sie. Nicht die Angst. Nicht die Fassade. Sie. Zum ersten Mal seit Jahren flackert etwas in ihr: Mut. Aber auch Zweifel. Denn wie kann man sich selbst retten, wenn man längst vergessen hat, wer man war? Dies ist nicht nur eine Geschichte. Es ist ein Aufschrei. Ein Herz, das flüstert: Ich bin noch da. Und irgendwann werde ich frei sein.

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