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WpMetadataNoticeLast published Sun, Feb 22, 2015
Denken, manche Menschen sollten damit anfangen. Es ist ein Segen, aber anderer Seits' ein Fluch. Man durchgeht Möglichkeit für Möglichkeit, "Was wäre wenn?" "Was wäre wenn nicht?" "Was wäre wenn nicht, aber..". Ein unendlicher Monolog mit sich selbst, welcher sich durch das gesamte Dar sein des Menschen zieht. Es macht ihn aus, was Er ist, wie Er ist. Dieser Monolog könnte bei manchen Menschen unzählbar viele Bücher füllen, bei anderen jedoch nur ein Bilderbuch für Kleinkinder. Man durchstreift die Vergangenheit, welche so Vollkommen war. Diese erstreckt sich in einer wundervolle Landschaft, welche du nach deinen Vorstellungen formen, beleben, aber auch zerstören kannst. Einst bedrückende Ereignisse werden in ein Märchen geformt, scheinbare Märchen in bedrückende Vorstellungen geformt. Du hast Kontrolle, jedoch nur zu dem Punkt, an dem Du dir eingestehen musst, dass diese Landschaft längst ausgeblüht und verdorrt ist. Das Bild zerbricht, und dessen Scherben bohren sich tief in deine Haut. Trotz dessen entfernst Du unter Schmerzen diese Scherben und setzt sie zu einem neuen Bild zusammen. Nach einer Zeit zerbrechen aber auch die dargestellten Dinge in den Bildern, und je öfter dein Bild zerspringt, desto düsterer wird es, nach dem Du es zusammen gesetzt hast. Du durchstreifst die abgebildeten Ruinen, welche einst Erinnerungen waren, und durchkämmst jede kleinste Ecke, mit der Hoffnung etwas zu finden. Glück. Einige Splitter in deiner Haut vergisst du, und diese werden bald zu Scherben welche in deinem Brustkorb stecken. Danach fällst Du, aus Kraftlosigkeit deiner ewigen Suche. Und die einst kleinen Splitter, welche zu Scherben wurden, bohren sich in dein Herz. Es hört auf zu schlagen. - Ein, nach dem Glück suchender, Verlorener.
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Mina

[E] markiert Kapitel mit sexuellem Inhalt. Was macht man eigentlich, wenn man Anfang Dreißig ist, keinen Partner, keine Kinder, keinen Hund und keinen Garten hat, aber auch keinerlei Bedürfnis, das zu ändern? Was tut man, wenn Gleichaltrige von Familien, Häusern, Kindergartenplätzen und familienfreundlichen Hotels erzählen, sich besorgt erkundigen, ob man denn so wirklich glücklich sei und ohne die Antwort ernst zu nehmen, ungefragt Tipps zur Partnersuche oder zur Fortpflanzung geben? Eigentlich gar nicht so unerwartet: man macht weiter wie früher. Statt für ein Studium quält man sich irgendwann für die Arbeit aus dem Bett, dadurch kann man irgendwann aufwändigere Dinge kochen, als Nudeln, statt die Wochenenden auf Partys bei allen möglichen Freunden zu verbringen, verbringt man sie fast nur noch mit den ebenfalls nicht ‚sesshaft' gewordenen Freunden, statt billig-Techno in dem Club mit den günstigen Getränken schätzt man irgendwann vielleicht andere Musik ohne auf die Getränkepreise zu achten. Aber sonst ändert sich nicht viel. Dass man, obwohl die ‚ersten Male' im Leben mit den Jahren stetig abnehmen, immer noch neue Dinge erlebt und sogar sich selbst nochmal neu kennenlernt, bestätigt einen hin und wieder, dass man mit Ü30 noch lange nicht alt ist, auch wenn einem - gerade als Frau - Werbung für Faltencreme, die Erinnerung des Gynäkologen, dass Schwangerschaften bald ein erhöhtes Risiko für alles Mögliche bergen und die Erinnerungen, was Andere in dem Alter schon alles erreicht hatten, etwas Anderes suggerieren.

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