Ein abscheuliches Geheimnis

Ein abscheuliches Geheimnis

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WpMetadataNoticeLast published Thu, Feb 22, 2024
Am nächsten Morgen wachte ich mit extremen Kopfschmerzen und Übelkeit auf. Ich hatte vorher noch nie einen Kater. Na gut, ich hatte auch bisher noch nie so viel getrunken. Ich konnte mich aber auch an nix von gestern Abend erinnern. Das letzte, was ich wusste, war, dass Amy mich noch bis zur Tür gebracht hatte. Ich weiß nicht, wie ich ins Bett gekommen bin. Und so sehr ich mich auch daran erinnern wollte, mir fiel es nicht ein. Ich stützte mich leicht ab, um langsam aufzustehen. Da merkte ich es erst. Blut auf dem Bettlaken. Ich schrie kurz sehr laut, sodass meine Mutter plötzlich in meiner Zimmertür stand. „Was ist denn los, Kleines?" Dann schaute sie auf das Bettlaken. „Oh, hast du deine Tage bekommen?" Ich wusste, dass es nicht meine Periode sein konnte. Die hatte ich erst vor ein paar Tagen. Von diesem Moment an sollte nichts mehr so sein wie es vorher einmal war...
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ich habe keine Ahnung, was damals passiert war und vor allen Dingen, warum es jetzt meinen Geist dermaßen besetzt, dass ich alles nach Zeugnissen dieser Zeit absuche. Vergebens. Alles, was ich habe, ist ein kurzer Eintrag in meinem Tagebuch, in dem steht, dass ich dich am Liebsten vermöbelt hätte. Was ich damals nie getan hätte, da war ich doch viel zu schüchtern. Ich kann mich kaum erinnern, mit dir mehr als zwei Worte gewechselt zu haben. „Hallo" und „Tschüss", wahrscheinlich hast du mich genauso gesehen, die beste Freundin deiner Stieftochter, die ab und zu vorbei kommt. Mehr nicht. Wir lebten nebeneinander her, alles, was ich von dir weiß, ist dein damaliger Beruf, warum auch immer ich das noch weiß. Habe keine Ahnung, wie alt du warst, obwohl du, glaube ich, jünger als deine Frau warst. Ich habe sie immer bewundert, weil sie mir so locker und trotzdem stark vorkam, und fand euch als Paar cool. Obwohl sie auch Prinzipien hatte, die ich nicht nachvollziehen konnte, ich erinnere mich an eine Nacht, als deine Stieftochter und ich Toffifee genascht hatten und es am nächsten Morgen Ärger gab, dass wir zu laut herum geknistert hätten. V. musste immer heimlich naschen. Und ja, wir waren häufiger ungezogen, als ihr mitbekommen hattet. Wäre es nicht angebracht, mich dafür über's Knie zu legen?

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