Saints of the Sinners

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WpMetadataNoticeLast published Thu, Jun 8, 2023
„Und hast du es genossen? Ihn zu töten?" Die Sänfte in seiner Stimme ist weg. Als könne er steuern, wie er wahrgenommen werden will. Ich spüre wie sich das Gesicht des Fremden, denn Gitter nähert, dass uns trennt. Mein Kopf neigt sich in seine Richtung. Ganz automatisch. Ohne ihn dabei anzusehen. „Ich will wissen...ob du es genossen hast, ihm diesen Dolch ins Fleisch zu rammen. Dabei zuzusehen, wie er ausblutet, zu wissen, dass er dir nie wieder wehtun kann. Auch wenn er ganz bestimmt seine Gründe dafür gehabt hat.", flüstert er zwischen die Stäbe. Ich fühle seinen warmen Atem auf meiner Wange und spüre wie sich eine weitere Träne meine Wange nach unten schleicht.
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Seine Worte liefen mir eiskalt den Rücken hinunter, rührten etwas in mir, dass ich vor Jahren in meinem Teerloch versenkt hatte und niemals wiederhaben wollte. Doch der schwere Griff der Traurigkeit war wieder da und drückte mein Herz zusammen. Als ich an das Begräbnis meiner Cousine dachte, bei der es ihr Vater nicht einmal gewagt hatte zu kommen, ihre Familie mit ihrem Kummer und Schmerz alleine ließ, weil er sich nicht mehr mit ihr verbunden gefühlt hatte, schossen mir Tränen in die Augen. Tränen, die ich seit Jahren abgelegt hatte, um nicht schwach zu sein, emotionslos zu werden, stark und unnahbar, unfehlbar. „Es tut mir leid, Lucifera. Es tut mir leid, was ich deiner Cousine angetan habe.“ Ich schloss die Augen, konzentrierte mich auf meine Atmung, einzig und allein auf meine Atmung. Langsam. Ein und aus. Langsamer atmen. Gleichmäßig. Ein und aus. Das Beben der Traurigkeit verschwand. Der Schmerz verpuffte, bevor er sich richtig ausbreiten konnte und meine Tränen versiegten, noch bevor sie übertraten. Mein Inneres war wie leer gefegt, als ich meine Augen öffnete und mit einer emotionslosen Miene die Wand anstarrte. Flüssig stand ich auf und ging um das Sofa herum auf Niall zu. Mit jedem Schritt den ich auf ihn zuging, wich er einen zurück. Meine Ausstrahlung musste das pure Böse sein, schlimmer als alles was er jemals erlebt hatte. Ich war die Ruhe vor dem Sturm, so emotionslos, ruhig und gefasst, dass die Wut in wenigen Augenblicken über mich hinweg rollen würde und ihn vernichten würde.

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