Story cover for Infinity by BibiMary94
Infinity
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Ongoing, First published Nov 17, 2024
Ein sanfter Regen fiel auf die Straßen Berlins und verschleierte die Lichter der Stadt. In einem kleinen, ruhigen Café saß Friedrich allein an einem Tisch, ein Buch in der Hand, das er kaum las. Seine Gedanken waren bei den leisen Gesprächen der Menschen um ihn herum, bei den Nachrichten, die zunehmend von Unruhe und Veränderung sprachen.

Er dachte an seine Familie, an die wachsende Bedrohung, die er nicht ignorieren konnte. Trotz der warmen Atmosphäre des Cafés fühlte er einen kalten Knoten der Angst in seinem Inneren.

In diesem Moment öffnete sich die Tür, und Elise trat ein, ein Lächeln auf den Lippen, das die Dunkelheit für einen Moment vertrieb. Als sie sich zu ihm setzte, wusste Friedrich, dass ihre Verbindung stärker war als jede bevorstehende Herausforderung.

Doch tief in ihrem Inneren spürten beide, dass die bevorstehenden Zeiten nicht einfach sein würden. Der Regen draußen war nur der Anfang eines Sturms, der alles verändern könnte.
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#220seelenverwandt
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31 parts Ongoing Mature
Der erste Sonnenstrahl stahl sich durch das schmale Fenster, tastete sich langsam über das zerwühlte Bettlaken, bevor er ihre Wange berührte. Ein sanftes, goldenes Licht, das sie aus der Dämmerung ihrer Träume zog. Sie blinzelte, streckte sich unter der schweren Decke. Noch ein Tag. Noch ein weiteres Kapitel in einem Buch, dessen Handlung längst vorhersehbar war. Der Duft von altem Holz und abgestandenem Kaffee hing in der Luft, vermischt mit der fernen Melodie einer Stadt, die sich gerade erst aus ihrer nächtlichen Starre löste. Maschinen, Stimmen, Leben. Alles war in Bewegung - nur sie fühlte sich, als würde sie auf der Stelle treten. Ihr Blick glitt durch den kleinen Raum. Alles an seinem Platz. Die Bücher, fein säuberlich geordnet, als könnten sie eine Ordnung in ihr Inneres bringen. Jedes Stück sorgsam ausgewählt, jedes Objekt eine stumme Erinnerung an Kontrolle. Kontrolle, die sie brauchte, um nicht zu ertrinken. Doch selbst die makellose Oberfläche ihres Lebens konnte nicht verbergen, dass darunter etwas nagte. Etwas, das nach ihr griff, das in den stillen Momenten zwischen den Seiten ihres Alltags lauter schrie als alles andere. Ein Verlangen, unbestimmt, unfassbar - aber unaufhaltsam. Als sie den ersten Schluck Kaffee nahm, brannte er auf ihrer Zunge, doch sie genoss den Schmerz. Ein kurzer Moment, in dem sie sich spürte. Draußen erwachte die Stadt. Autos rollten über den Asphalt, Menschen eilten zur Arbeit. Jeder von ihnen trug seine eigene Geschichte in sich, eigene Sehnsüchte, eigene Narben. Und sie? Sie war nur eine Beobachterin am Rande des Spielfelds, gefangen zwischen Routine und dem tauben Echo einer Frage, die sich in ihr brannte: Wann wird sich endlich etwas ändern?
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