Prolog Die Zeit ist ein Fluss, der unaufhörlich fließt, doch manchmal, an verborgenen Orten, bildet er seltsame Verwirbelungen. Das Schloss Ravensberg war so ein Ort. Einst ein stolzes Bollwerk, thronte es in den Tiefen eines vergessenen Tals, ein Zeugnis vergangener Epochen. Doch ein uralter Fluch, gesprochen von einer Hexe aus grauer Vorzeit, hatte es in einen Knotenpunkt der Dimensionen verwandelt. Wenn die Sterne in einer seltenen Konstellation standen und der Mond sein fahles Licht auf die zerfallenen Mauern warf, verwandelte sich die Ruine in ein lebendiges, mittelalterliches Albtraumreich. Hierher gerieten jene, die den alten Geschichten nicht glaubten, nur um spurlos zu verschwinden, ihre Leichen zu Staub zerfallen, ihre Schreie in der Zeit verloren. Die Welt draußen, im Jahr 2085, hatte sich rasant entwickelt, doch im Schloss Ravensberg stand die Zeit still, ein dunkles Herz, das auf seine Erlösung wartete - oder sein nächstes Opfer.
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