Und dann kamst DU

Und dann kamst DU

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WpMetadataNoticeLast published Mon, Dec 23, 2024
Es war ein ganz normaler Frühling - zumindest hoffte ich das. Alles schien verloren, doch zum ersten Mal verband ich dieses Wort nicht mit negativen Gefühlen. Vielmehr fühlte es sich an wie der Beginn eines neuen Kapitels, auch wenn das vorherige Kapitel schmerzhaft geendet hatte. Draußen wurde es jeden Tag wärmer und bunter, während mein Inneres schwarz blieb, so wie an jenem Tag, als du meine Hände losließest. Ich sank wieder in alte Erinnerungen. Ich wollte es lassen, wirklich. Doch wie? Nach all dem Schmerz, den Hoffnungen und den Versprechen? Ich erinnerte mich an all die ersten Male mit dir - wie könnte ich auch nicht? Ich selbst war noch ein Kind, das die Welt zum ersten Mal so bunt sah. Ich schloss dich aus meinem Herzen - und mein Herz gleich mit. Ich versuchte, mich wieder an die Farben zu gewöhnen und mich ihnen anzupassen - oder zwang ich mich nur, meine Emotionen zu verstecken? Bis heute weiß ich es nicht. Bevor mein Kapitel mit all diesen dunklen Gedanken enden konnte, kamst du... Ich hoffte, nein, ich flehte innerlich, dass du meinen Frühling nicht in einen grauen Herbst verwandeln würdest.
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#83
toxisch
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Was tun, wenn man erst die Familie verliert und sich dann dein Freund auch noch verhält, wie nie? Was tun, wenn plötzlich neue Menschen in dein Leben treten. Und wie sollst du reagieren wenn diese neuen Menschen doch nicht so neu sind, und alte Gefühle auftauchen? Alte Erinnerungen, die du in einem Karton in deinem Kopf, ganz weit hinten verstaut hast, und welche fast in Vergessenheit geraten sind? Manuel stellt sich die selben Fragen. Sein verrücktes Leben, voller Kekse und Gebäcke, stellt ihn auf eine Probe. Und er muss sich entscheiden- Vergangenheit oder Gegenwart? Mit wem ist er glücklich, welche Menschen braucht er nicht in seinem Leben? Und was passiert, wenn er beide liebt? - Mein Atem verschnellerte sich, meine Gedanken spielten verrückt, ich verlor die Kontrolle über sie. Tatsächlich, hier hatte sich in den beiden Jahren nichts verändert. Bis auf eins. Das weiße, prachtvolle Klavier, mitten im dunklen Schwarz. Mehr als vorsichtig glitt mein Blick vom Klavier, zu dem Jungen welcher dort saß, und unser Lied spielte- doch wie? Wie kann es sein, das er sich immernoch an diese Melodie erinnert, ohne zu wissen das ich ich bin? Die Melodie durchströmte meine Welt, die Noten spiegelten sich vor meinem inneren Auge und ich kannte jede einzelne Taste auswenig. Als würde die Zeit in diesem Moment stehen bleiben, als wären nur wir beide hier. Ohne es zu merken, blendete ich alles aus. Blendete aus, was passiert war. Und vorallem warum es passiert war.. Eins wurde mir in diesem Moment klar, ich liebe ihn immernoch - und diese unterbewusste Erkenntniss sollte alles zerstören. Alles auf den Kopf stellen, und mir meinen Schlaf in den folgenden Nächten rauben. -

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