Zwei Welten, ein Herz

Zwei Welten, ein Herz

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WpMetadataNoticeLast published Thu, Aug 28, 2025
Der erste Sonnenstrahl stahl sich durch das schmale Fenster, tastete sich langsam über das zerwühlte Bettlaken, bevor er ihre Wange berührte. Ein sanftes, goldenes Licht, das sie aus der Dämmerung ihrer Träume zog. Sie blinzelte, streckte sich unter der schweren Decke. Noch ein Tag. Noch ein weiteres Kapitel in einem Buch, dessen Handlung längst vorhersehbar war. Der Duft von altem Holz und abgestandenem Kaffee hing in der Luft, vermischt mit der fernen Melodie einer Stadt, die sich gerade erst aus ihrer nächtlichen Starre löste. Maschinen, Stimmen, Leben. Alles war in Bewegung - nur sie fühlte sich, als würde sie auf der Stelle treten. Ihr Blick glitt durch den kleinen Raum. Alles an seinem Platz. Die Bücher, fein säuberlich geordnet, als könnten sie eine Ordnung in ihr Inneres bringen. Jedes Stück sorgsam ausgewählt, jedes Objekt eine stumme Erinnerung an Kontrolle. Kontrolle, die sie brauchte, um nicht zu ertrinken. Doch selbst die makellose Oberfläche ihres Lebens konnte nicht verbergen, dass darunter etwas nagte. Etwas, das nach ihr griff, das in den stillen Momenten zwischen den Seiten ihres Alltags lauter schrie als alles andere. Ein Verlangen, unbestimmt, unfassbar - aber unaufhaltsam. Als sie den ersten Schluck Kaffee nahm, brannte er auf ihrer Zunge, doch sie genoss den Schmerz. Ein kurzer Moment, in dem sie sich spürte. Draußen erwachte die Stadt. Autos rollten über den Asphalt, Menschen eilten zur Arbeit. Jeder von ihnen trug seine eigene Geschichte in sich, eigene Sehnsüchte, eigene Narben. Und sie? Sie war nur eine Beobachterin am Rande des Spielfelds, gefangen zwischen Routine und dem tauben Echo einer Frage, die sich in ihr brannte: Wann wird sich endlich etwas ändern?
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Silvan wird von jedem gefürchtet. Seine dunkle Aura und seine distanzierte Persönlichkeit lassen die Leute zurückschrecken und bereuen, je in seine Richtung geschaut zu haben. Er lebt ein Leben in der Dunkelheit und versucht das gute Herz, das in seinem Inneren noch existierte, zu verstecken. Emilia war ein ruhiges Mädchen, das nichts lieber tat, als sich zurückzuziehen und ihre Nase in Büchern zu verstecken. Sie erfüllt jede Erwartung, die ihr zugetraut wird und versucht immer das Richtige zu tun. Doch niemand weiß welch Sturheit sich wirklich hinter ihrer Fassade befand. Zwei Seelen die in einer kalten einsamen Gasse aufeinander treffen. Und das wegen eines kleinen Missgeschicks. 𝑂𝑑𝑒𝑟 𝑠𝑜𝑙𝑙𝑡𝑒 𝑚𝑎𝑛 𝑒ℎ𝑒𝑟 𝑆𝑐ℎ𝑖𝑐𝑘𝑠𝑎𝑙 𝑠𝑎𝑔𝑒𝑛? ---------- Textausschnitt: Die Straßenlaterne leuchtete auf uns hinab und ich konnte immer mehr erkennen. Das erste worauf sich meine Augen konzentrierten, waren seine langen Beine. Dann kam sein Oberkörper und ich versuchte die Trockenheit meiner Kehle runterschlucken. Er war breiter, als ich dachte. Seine Arme waren das Nächste, das die Aufmerksamkeit meiner Augen ergatterte. Und so langsam, als lief es in Zeitlupe ab, schaute ich komplett auf. Zwei dunkle braune Augen trafen auf meine und blickten mich böse an. Na toll. Jetzt hatte ich wirklich ein Problem. --------- WARNUNG: Die Story beinhaltet gewalttätige Szenen, wie auch „böse" Wörter. Vorsicht: Rechtschreibfehler und manchmal unpassender Satzbau - nicht bearbeitet. Cover by Alyaslinketitte (Abgeschlossen) Alle Rechte vorbehalten

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