Tom's Unglück begann vor etwa einem Jahr, als er zusehen musste, wie seine Familie in einem schrecklichen Brand ums Leben kam. Als einziger Überlebender schlägt er sich mit heftigen Depressionen und Albträumen herum und kann einfach nicht glauben, dass es sich um einen Unfall gehandelt haben soll. Erst als Adara - Meerjungfrau aus Fleisch und Blut und selbst Opfer einer Intrige - unerwarteter Weise in sein Leben tritt, wird sein seelisches Leid endlich ein wenig gelindert und zum ersten Mal empfindet er wieder so etwas wie Freude. Doch nebst seiner Abneigung gegen die Medien und den Scherereien mit der Polizei, in die er gerät, gilt es einen Mörder, der auch Tom nach dem Leben trachtet, zu entlarven und somit sein und Adaras Leben zu retten. Über welche verwundenen und komplizierten Pfade hängt ihr Schicksal zusammen und kann so etwas wie Liebe zwischen Menschen und Fischwesen überhaupt existieren?
Das Schwarze Auge - eine Welt, die hunderttausend Geschichten schreibt. Manche ähneln einander, andere sind ganz eigen oder auch eigenartig. Einige Erzählungen sind phantastisch, einige komisch, alle jedoch sehr abenteuerlich. Das Besondere daran: Ein Teil von ihnen ist von einem Autor erdacht, ein anderer Teil gespielt von kleinen und großen Abenteurern, die schon immer mal gern in die Haut eines Buchhelden schlüpfen wollten.
Für zwei damals noch sehr junge Abenteurerinnen hat die Autorin einstmals eine Geschichte ersonnen, die auf einem fremden, türkisblauen Meer und an den einsamen Stränden ferner Inseln spielte. Die beiden Heldinnen, eine Zwergin und eine Vagabundin, mussten sich entscheiden, ob sie einen Piraten seiner gerechten Strafe zuführen, oder gar gemeinsame Sache mit ihm machen wollten.
Da die Autorin in der Geschichte eben jenen Piraten verkörperte, geschah es, dass dieser immer lebendiger wurde, wild und doch nicht unkultiviert, grausam und charmant, fröhlich und doch nicht ohne Bitterkeit - kurz: Er wuchs ihr ans Herz. Und da die beiden jungen Heldinnen gerne mehr von ihm erfahren wollten, entschloss sich die Autorin, seine Vorgeschichte zu erzählen.
Sie erzählt die Geschichte aus der Perspektive seines letzten Opfers, einer reichen jungen Frau, Tochter eines östlichen Potentaten, die nicht mehr sein soll als das Mittel zum Zweck, aber immer stärker selbst zum Ziel der Wünsche wird.
Wer das Schwarze Auge kennt, wird sicherlich Namen wiedererkennen. Khunchom, die Perle am Mhanadi, das raue, nördliche Bornland, das Perlenmeer. Und vielleicht wird er sich bei dem einen oder anderen Detail fragen: Ist das noch Aventurien? Ich kenne es ganz anderes! Wenn er sich aber zu ärgern beginnt oder Liebgewordenes vermisst, so möge er die Regelhefte zuschlagen, sich zurücklehnen und ein wenig träumen. Es geschah einmal... in einer anderen Welt...