Don't You Fear Me?

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WpMetadataNoticeLast published Mon, Apr 28, 2025
Als Serienmörder hat man es nicht immer leicht. Vor allem, wenn nie etwas nach Plan läuft. Oder wenn man plötzlich viel weniger Zeit zum Morden hat, weil die Freundin schließlich auch Aufmerksamkeit braucht. Ach was, setzen wir noch einen drauf: Die Polizistin, die die Morde aufklären soll, die du begangen hast, steht auf einmal ebenfalls auf dich. Also, was tust du? Richtig. Du machst gute Miene zum bösen Spiel und versuchst, bloß nicht aufzufliegen. Leichter gesagt, als getan, wenn du dann auch noch feststellen musst, dass dir jemand deine sorgfältig ausgesuchten Opfer klaut, und diese bereits tot sind, bevor du zum Zug kommst. Klingt frustrierend? Ist es auch. Aber ja, das ist mein Leben. Und mittendrin: Ich, männlich, 24, Jungfrau, Serienmörder, Tollpatsch, Idiot und Pechvogel. Contentwarnung! Folgende Themen werden teilweise nur angedeutet, teilweise aber auch explizit beschrieben: - Androhung von Gewalt - Körperverletzung - Mord / Totschlag - sexueller Missbrauch - psychischer Missbrauch - Gewalt an Kindern - Folter - Tod eines nahestehenden Menschen - explizite sexuelle Inhalte - allgemeine männliche Dummheit
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Mina

[E] markiert Kapitel mit sexuellem Inhalt. Was macht man eigentlich, wenn man Anfang Dreißig ist, keinen Partner, keine Kinder, keinen Hund und keinen Garten hat, aber auch keinerlei Bedürfnis, das zu ändern? Was tut man, wenn Gleichaltrige von Familien, Häusern, Kindergartenplätzen und familienfreundlichen Hotels erzählen, sich besorgt erkundigen, ob man denn so wirklich glücklich sei und ohne die Antwort ernst zu nehmen, ungefragt Tipps zur Partnersuche oder zur Fortpflanzung geben? Eigentlich gar nicht so unerwartet: man macht weiter wie früher. Statt für ein Studium quält man sich irgendwann für die Arbeit aus dem Bett, dadurch kann man irgendwann aufwändigere Dinge kochen, als Nudeln, statt die Wochenenden auf Partys bei allen möglichen Freunden zu verbringen, verbringt man sie fast nur noch mit den ebenfalls nicht ‚sesshaft' gewordenen Freunden, statt billig-Techno in dem Club mit den günstigen Getränken schätzt man irgendwann vielleicht andere Musik ohne auf die Getränkepreise zu achten. Aber sonst ändert sich nicht viel. Dass man, obwohl die ‚ersten Male' im Leben mit den Jahren stetig abnehmen, immer noch neue Dinge erlebt und sogar sich selbst nochmal neu kennenlernt, bestätigt einen hin und wieder, dass man mit Ü30 noch lange nicht alt ist, auch wenn einem - gerade als Frau - Werbung für Faltencreme, die Erinnerung des Gynäkologen, dass Schwangerschaften bald ein erhöhtes Risiko für alles Mögliche bergen und die Erinnerungen, was Andere in dem Alter schon alles erreicht hatten, etwas Anderes suggerieren.

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