Er war das Licht dachte ich

Er war das Licht dachte ich

  • WpView
    Reads 11
  • WpVote
    Votes 0
  • WpPart
    Parts 2
WpMetadataReadOngoing
WpMetadataNoticeLast published Mon, Apr 14, 2025
Sie war sechzehn, als sie ihn kennenlernte. Er war fünf Jahre älter, groß, charmant, mit diesem ruhigen Blick, der ihr zum ersten Mal im Leben das Gefühl gab, gesehen zu werden. Nicht wie ein Fehler. Nicht wie etwas, das man reparieren oder bestrafen musste. Zu Hause war sie längst unsichtbar geworden. Oder schlimmer - ein Ziel. Ihre Mutter hatte irgendwann aufgehört zu fragen, warum sie nicht lachte. Ihr Stiefvater benutzte seine Fäuste statt Worte. Schon als Kind hatte sie gelernt, wie man durch Wände hört, wann man besser atmet und wann man stiller sein musste als der eigene Schatten. Und dann kam er. Er sagte all die Dinge, nach denen sie sich gesehnt hatte. Dass sie schön sei, besonders, dass sie jemand sei, der Liebe verdient. Dass sie mit ihm sicher sei. Dass er sie beschützen würde - vor allem. Was sie damals nicht wusste: Liebe kann sich wie Rettung anfühlen, selbst wenn sie der Anfang von etwas Dunklem ist.
All Rights Reserved
#54
toxiclove
WpChevronRight
Join the largest storytelling communityGet personalized story recommendations, save your favourites to your library, and comment and vote to grow your community.
Illustration

You may also like

  • Narben aus Gold - im Schatten der Dunkelheit wurde sie zur Königin
  • The Secret Girl
  • Eden
  • Sadece Sen - "Nur du"
  • Hello My Darling ♥
  • Taddl FF| Teresa Tjarks- Für Immer Und Ewig
  • MELEK
  • 𝐕𝐞𝐫𝐛𝐨𝐭𝐞𝐧 𝐝𝐢𝐜𝐡 𝐳𝐮 𝐥𝐢𝐞𝐛𝐞𝐧

Manche Leben beginnen nicht mit einem Schrei, sondern mit einem Schweigen. Ein Schweigen, das sich wie ein dunkler Schleier über Jahre legt, über Kindheit, Jugend, Liebe - wenn man es überhaupt so nennen kann. Sie hieß Elina. Ein Name, zart und hell wie das Licht, das sie nie wirklich kannte. In einem Haus, das nach außen wie ein Zuhause wirkte, lernte sie früh, dass Vertrauen gefährlich war und Nähe schmerzte. Ihre Familie - jene, die sie hätte schützen sollen - war ein Käfig, in dem ihre Seele leise zerbrach. Als sie endlich ging, tat sie es nicht, weil sie frei war - sondern weil sie einem neuen Gefängnis entgegenlief. Die Ehe schien wie eine Rettung, ein Schritt in ein besseres Leben. Doch was sie fand, war bloß eine Fortsetzung ihres alten Albtraums, nur in einem anderen Zimmer, mit anderen Regeln. Ihr Mann war nicht ihr Retter. Er war nur ein neuer Schatten, der sich über ihr Leben legte. Und dann war da er. Der Geschäftspartner ihres Mannes - ein Mann, der sie ansah, als sähe er sie wirklich. Nicht als Besitz, nicht als Objekt, sondern als Mensch. Als Frau. Zum ersten Mal spürte sie etwas, das wie Hoffnung schmeckte. Doch Liebe, wenn man sie nie erfahren hat, kann genauso beängstigend sein wie Gewalt. Dies ist ihre Geschichte. Eine Geschichte von Schmerz, von Flucht, von unerwarteter Liebe - und davon, wie schwer es ist, sich selbst zu finden, wenn man nie gelernt hat, wer man wirklich ist.

More details
WpActionLinkContent Guidelines