Y/n Weasley war nie wie die anderen.
Schon als Kind hatte sie sich gewundert, warum sie zwei Monate älter war als Ron, aber trotzdem immer als seine „kleine Schwester" gesehen wurde. Es war eines dieser stillen Familiengeheimnisse, über das niemand sprach, nicht einmal Percy. Vielleicht lag es daran, dass sie so anders war - nicht nur im Wesen, sondern auch im Aussehen.
Ihr Haar war braun, fast schokoladenfarben, durchzogen von goldblonden Strähnen, die im Licht funkelten wie Honig. Kein typisches Weasley-Feuerrot, keine wilde Mähne. Sondern etwas Eigenes. Etwas, das auffiel.
Und nun - ausgerechnet jetzt - fiel sie mehr auf als je zuvor.
„Slytherin!", hatte der Sprechende Hut gerufen, kaum dass er ihre Schläfen berührt hatte. Die Stille in der Großen Halle war ohrenbetäubend gewesen. Y/n war wie erstarrt. Das war doch ein Irrtum. Ein schlechter Scherz. Oder?
Sie war aufgestanden, wie in Trance, und hatte sich zu dem Tisch mit den grünen Krawatten geschleppt. Irgendwo in der Nähe war Malfoy, den sie schon im Hogwarts-Express getroffen hatte, und Pansy Parkinson, deren Blick jetzt eindeutig sagte: Ich wusste es Besstieee!
Y/n fühlte sich wie aus der Zeit gefallen. Überrumpelt. Verloren. Nicht mutig wie ein Gryffindor, nicht loyal wie ein Hufflepuff, nicht neugierig wie ein Ravenclaw. Sondern - nichts. Nur verwirrt.
Heeyyy!! :)) Hoffe die Geschichte gefällt euch!
Alle Rechte ausgeschlossen y/n liegen bei J.K.Rowling.
"Miss Malfoy, Mr. Weasley... eine Woche Nachsitzen."
Snape, mit erhobenem Zauberstab und einem so seltsamen Gesichtsausdruck, das man ihn nicht deuten konnte. Fred ergriff die Flucht, vermutlich ebenso verwirrt und panisch wie ich, und schien lieber seine Freundin suchen zu wollen. Ich strich mir die Haare zurück und richtete mein Kleid, dann verschränkte ich die Arme.
"Wirklich?"
"Sei froh das ich deinen Eltern nicht berichten muss, das du mit einem Weasley in den Büschen gelegen hast..."
"Ich hab nicht..."
Snape deutete mit dem Zauberstab auf das Eingangsportal und schien keinen weiteren Widerspruch zu dulden, also zog ich genervt ab. Drinnen schienen Markus und Adrian meine Abwesenheit gar nicht bemerkt zu haben und fragten gar nicht, wo ich gewesen war. Wenig später sah ich Fred und Angelina herein kommen, unsere Blicke trafen sich kurz und irgendwie... wollte ich mehr.