Silent Storm

Silent Storm

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WpMetadataNoticeLast published Mon, May 19, 2025
„Man gewöhnt sich an alles", sagen sie. Aber das stimmt nicht. Manche Dinge brennen sich ein. Und manche hört man nie wieder auf zu spüren. Man sieht es ihr nicht an. Nicht, wie oft sie geschwiegen hat, weil Schreien nichts brachte. Nicht, wie viele Nächte sie nur überlebt hat, weil Aufgeben nie eine Option war. Sie war nie das schwache Mädchen. Nur das, das zu viel gesehen hat. Zu viel geschluckt. Zu viel verstanden, viel zu früh. Zuhause war nie wirklich ein Zuhause. Schule kein Rückzugsort. Die Welt? Ein Ort, an dem man funktioniert. Nicht fühlt. Aber irgendwann bricht selbst das stärkste Schweigen. Irgendwann reicht ein Blick, ein falscher Moment - oder ein Mann, der zu viel sieht und zu nah kommt. Und plötzlich stehst du da. In einem fremden Haus. Mit einem fremden Namen auf einem Vertrag. Und einem Leben, das nie deins sein sollte. Wird es jemals besser? Oder ist das hier nur... der Anfang von etwas, das dich wieder verändern wird?
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Obwohl sich alles in mir dagegen sträubte, schob ich Jack langsam von mir weg. Doch als sich jetzt unsere Blicke begegneten, lag nicht wie letztes Mal Schuldgefühle und Reue darin. Nein. Es lag einfach nur Traurigkeit in unseren Blicken. Denn wir beide hatten gerade das Schönste gefühlt, was wir jemals gefühlt hatten, mit dem Wissen, dass wir es nie mehr fühlten. Langsam liess ich meinen Kopf an seine Brust sinken. Meine Armen legte ich um seinen Nacken. "Jack?", fragte ich. "Hm?" "Es ist schade, dass wir das nie haben können." Meine Stimme war nur ein Flüstern. "Vielleicht in einem anderen Leben." Etwas Trauriges lag in seiner Stimme. "Ja, vielleicht." Ich weiss nicht, wie lange wir so dastanden. Arm in Arm. Doch irgendwann lösten wir uns voneinander und gingen. Jeder sein eigener Weg. ~ Achtung: beinhaltet Depression, Selbstverletzung und Selbstmord. ~ Beendet: 04.07.2022

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