Don't feel me

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WpMetadataNoticeLast published Thu, May 29, 2025
Kapitel 1 - Die Verwechslung Ich erinnere mich nicht mehr an den genauen Moment, in dem sie die Tür aufbrachen. Ich weiß nur noch, dass der Raum plötzlich von Licht geflutet wurde - hart, grell, erbarmungslos. Männer in dunkler Schutzkleidung stürmten herein. Stimmen, laut, scharf. Befehle flogen durch die Luft, vermischten sich mit dem Geruch von Schweiß, Eisen und Schmutz. Einer der Männer kniete sich neben mich. Seine Hände, behandschuht, zitterten leicht, als er mein Handgelenk berührte, um meinen Puls zu fühlen. Er sprach mit mir, aber ich verstand kein Wort. Meine Ohren rauschten. Mein Körper vibrierte von innen, wie eine Saite, die zu oft gezupft wurde. Ich blutete aus der Nase. Aus dem Mund. Aus kleinen Rissen über mein ganzes Gesicht. Meine Lippen waren aufgesprungen, die Haut an meinen Armen bläulich verfärbt, als hätte jemand mich zu einem Spielball gemacht. Und doch - ich weinte nicht. Ich spürte den Schmerz, irgendwo, aber wie durch Glas. Dumpf. Entfernt. „Sie lebt", sagte der Polizist. Er sprach es aus, als müsse er sich selbst überzeugen. Dann rief er nach dem Sanitäterteam. Wenig später hörte ich das Heulen des Krankenwagens draußen, das rhythmische Quietschen der Trage, die durch den schmalen Flur gerollt wurde. Die Männer redeten mit mir, versuchten, mir zu helfen, aber ich starrte nur an die Decke, als gäbe es dort etwas, das wichtiger war als mein zerbrochener Körper. Ich erinnere mich noch daran, wie die Sanitäter mich auf die Trage hoben. Mein Kopf fiel nach hinten, der Blick streifte für einen Moment die zerkratzten Wände. Und da war es - das Graffito, das einer von ihnen an die Wand geschmiert hatte. Falsches Mädchen, stand da. In roter Farbe. Falsches Mädchen.
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"Die ganze Zeit hab ich dir wie blind vertraut und dabei bist du die wahre Gefahr!", schluchzte ich und der kalte Regen ertränkte jede einzelne meiner Tränen, die sich langsam den Weg über meine Wangen bahnten. "Du weißt, ich würde dir niemals wehtun." Seine eisblauen Augen funkelten mir schmerzerfüllt und voller Reue entgegen. Einzelne, dunkle Strähnen hingen ihm durchnässt in die Stirn und erschwerten ihm somit die Sicht. "Ich weiß nicht? Würdest du das?" Die Worte verließen gewagt meine zitternden Lippen und der große Junge vor mir, sah mich fassungslos an. Für einen kurzen Moment glaubte ich Schock oder Enttäuschung in seinen Augen zu vernehmen, kurz bevor er seinen Blick senkte und wortlos den Boden betrachtete. Für mich - Antwort genug. Verletzt riss ich mein Handgelenk aus seinem sanften Griff und rannte. Weg von ihm. Weg von seinen Lügen. Weg von der Sicherheit. - Zwei völlig verschiedene Personen mit einer unscheinbaren, gefährlichen Verbindung Doch niemand fragt sich: Wie geht es dem Mädchen, das mehr auf Andere achtet, als auf sich selbst? Wie geht es dem Jungen, der jeden Tag um drei Uhr nachts aufwacht? ~Es gibt kein Zurück - Dead end~ [Alle Rechte dieses Buches, bis auf die der Bilder liegen bei mir] [ACHTUNG: enthält GEWALTÄTIGE, sowie SEXUELLE und SUIZIDALE Handlungen und Anspielungen und behandelt unter anderem das Thema ANGSTSTÖRUNGEN]

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