Die Fortsetzung der Giordano Reihe ...
Teil 1: Palermo at Midnight
Gio:
Ich kam nach Rom, um frei zu sein.
Weit weg von Sizilien, weit weg von dem Namen, den ich trage - einem Namen, der Türen öffnet, aber Seelen zerstört. Ich wollte mir etwas Eigenes aufbauen. Ehrlich. Sauber. Ohne Blut.
Dann begegnete ich Lennon.
Sie war wie Licht in einer Welt, die mir immer nur Schatten gezeigt hat - klug, leidenschaftlich, unberührt von der Dunkelheit, die mir seit meiner Kindheit folgt. Ich wusste, ich sollte sie in Ruhe lassen. Vor allem, als ich erfuhr, wer sie beschützt. Oder besser gesagt: wem sie gehört.
Romeo ist nicht einfach nur ein Mann - er ist Teil jener Welt, der ich entkommen wollte. Und Lennon steht genau zwischen uns.
Je näher ich ihr komme, desto mehr reiße ich sie mit in meinen Abgrund. Doch ich kann nicht aufhören. Nicht bei ihr.
Denn manche Entscheidungen sind wie Schuld:
Einmal begangen, begleiten sie dich für immer.
Lennon:
Es sollte mein Neuanfang sein: neue Stadt, neue Träume, neue Freiheit. Doch meine Welt geriet schnell aus den Fugen, als ich mich in Romeo, einen charismatischen Mann mit dunkler Ausstrahlung, verliebte - nicht ahnend, dass er tief in die Machenschaften einer berüchtigten Mafiafamilie verstrickt war.
Gefangen zwischen Leidenschaft und Angst begann ich mich selbst zu verlieren - bis ich Gio begegnete.
Einem stillen Beobachter mit wachsamen Augen und einem Geheimnis, das ebenso gefährlich war wie das, vor dem ich floh. Auch sein Leben war von Gewalt gezeichnet, doch in seiner Nähe spürte ich zum ersten Mal so etwas wie Hoffnung.
Zerrissen zwischen zwei Welten, zwei Männern und der Suche nach mir selbst, muss ich eine Entscheidung treffen, die alles verändert - und nicht jeder wird überleben
"Die ganze Zeit hab ich dir wie blind vertraut und dabei bist du die wahre Gefahr!", schluchzte ich und der kalte Regen ertränkte jede einzelne meiner Tränen, die sich langsam den Weg über meine Wangen bahnten.
"Du weißt, ich würde dir niemals wehtun."
Seine eisblauen Augen funkelten mir schmerzerfüllt und voller Reue entgegen. Einzelne, dunkle Strähnen hingen ihm durchnässt in die Stirn und erschwerten ihm somit die Sicht.
"Ich weiß nicht? Würdest du das?" Die Worte verließen gewagt meine zitternden Lippen und der große Junge vor mir, sah mich fassungslos an. Für einen kurzen Moment glaubte ich Schock oder Enttäuschung in seinen Augen zu vernehmen, kurz bevor er seinen Blick senkte und wortlos den Boden betrachtete. Für mich - Antwort genug.
Verletzt riss ich mein Handgelenk aus seinem sanften Griff und rannte. Weg von ihm. Weg von seinen Lügen. Weg von der Sicherheit.
-
Zwei völlig verschiedene Personen mit einer unscheinbaren, gefährlichen Verbindung
Doch niemand fragt sich:
Wie geht es dem Mädchen, das mehr auf Andere achtet, als auf sich selbst?
Wie geht es dem Jungen, der jeden Tag um drei Uhr nachts aufwacht?
~Es gibt kein Zurück - Dead end~
[Alle Rechte dieses Buches, bis auf die der Bilder liegen bei mir]
[ACHTUNG: enthält GEWALTÄTIGE, sowie SEXUELLE und SUIZIDALE Handlungen und Anspielungen und behandelt unter anderem das Thema ANGSTSTÖRUNGEN]