Licht des Himmels

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WpMetadataNoticeLast published Tue, Jul 1, 2025
Sie blickte zu ihrem Team, das in den Wagen stieg und dann davonfuhr. Es war nun ruhiger geworden und die Polizistin bat Sutter, den Brief laut vorzulesen. "An meine geliebte Schwester Du kannst dir nicht vorstellen, was ich in den letzten Monaten alles durchmachen musste. Ich vermisse dich sehr, aber es geht mir gut, da wo ich jetzt bin. Ich bin in Sicherheit, niemand kann mir hier etwas anhaben. Sag Mama und Papa, dass ich sie trotz allem sehr liebe. Ich weiß, dass ich mich bei dir öfter hätte melden sollen. Doch erst jetzt habe ich den Mut gefunden, dir zu schreiben. Erinnerst du dich, wie glücklich wir waren, als wir in Deutschland angekommen sind? Nur sieben Jahre ist es her. Die Dinge, die für uns nun selbstverständlich sind, waren vorher kaum vorstellbar. Wir haben richtige Betten, fließendes Wasser und eine moderne Toilette bekommen. Konntest du spüren, wie unsere Mutter mit diesen Veränderungen überfordert war? Ich glaube, sie hat Europa schon immer gehasst."
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Spät am Abend saßen zwei Polizisten in ihrem Büro, keiner sagte ein Wort, beide waren mit ihren Gedanken tief versunken. Mit seinem dicken Bauch, der ein wenig an der Tischkante seines Schreibtisches stieß, stütze Ulf mit seinem rechten Arm sein Kopf ab. Dabei wirkte er etwas unbeholfen, doch das störte niemand, denn sie waren allein im Büro. Ulf ließ den Tag Revue vor seinen Augen ablaufen, dabei kam er zu keinem Ergebnis. Zu verwirrend waren die einzelnen Abläufe, die einfach nicht in seinem Denkmuster fallen wollten. Vor allem die Aussage des Sohnes, der für Ulf recht glaubhaft gewirkt hatte, jedoch mit einem Ergebnis aus der Gerichtsmedizin nicht abgedeckt werden konnte. Der Mann schien ihm, das sagte sein Bauchgefühl ganz deutlich, hatte die Wahrheit ausgesagt. Noch immer war zu spüren, wie durcheinander er in all seinen Handlungen war, unsicher, und doch war er vollkommen überzeugt von seinen Eingebungen, die er gehabt hatte, als seine Mutter verschieden war. Eigenartig - eigenartig war auch die Anhörung der Pflegekraft, wo für ihn auch Unglaubliches geschehen war. Wie sollte Ulf dies alles bewerten, hatte er etwa mit übernatürlichen Phänomenen zu tun, an die er aber nun auch nicht glauben konnte. Wie waren die Ereignisse während der Anhörung sonst zu bewerten? -ihm fiel einfach keine plausible Erklärung ein -und, was sagte sein Bauchgefühl dazu? Zumindest stimmte etwas mit der Pflegekraft nicht und was das für eigenartige Phänomene während der Befragung gewesen waren, würde er heute nicht mehr klären können. Sollte es wirklich so sein, das es mit Übersinnlichen zu tun hatte, woran er nun wirklich nicht glauben wollte, brauchten sie Hilfe, wie sie in einen solchen Fall reagieren konnten?

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