Die Stadt hält den Atem an. Glocken schweigen, Märkte verstummen, selbst das Meer scheint seinen Rhythmus einzufrieren. Ein Urteil steht bevor: Die Hinrichtung eines Schülers, der im Verdacht steht, das Vermächtnis des Dämons zu tragen.
Doch wer ist dieser Junge?
Er stammt aus einem abgelegenen Wüstendorf, verborgen vor der Welt. Ein stiller Beobachter, mehr vertraut mit den Seiten alter Bücher als mit den Stimmen seiner Altersgenossen. Aufgezogen von seiner Tante, während seine Mutter eine Dienerin der Gottheit Thal'ra ihn wie einen fremden betrachtet.
An seinem siebzehnten Geburtstag beginnt das große Fest. Und zum ersten Mal seit vielen Jahren spricht er wieder mit Elyra. Sie lebt wie er im Dorf, doch sie stammt aus der Außenwelt. Eine Fremde und doch eine Vertraute. Zwischen ihnen entsteht etwas, das sie beide überrascht:
eine unerwartete Nähe.
Während die Feierlichkeiten beginnen, bleibt einer verschwunden: Zaire's Lehrer, zugleich sein Meister, der ihn seit Kindheitstagen begleitet. Niemand weiß, wo er ist. Und während die Leere, die sein Fehlen hinterlässt, spürbar wird, rücken zwei Gestalten in weißen Mänteln näher. Sie bringen Gefangene mit, deren Anblick Rätsel aufwirft.
Warum ist der Lehrer verschwunden?
Was hat es mit den Gestalten auf sich?
Wer sind die Gefangenen? Und warum stößt seine eigene Mutter ihn so erbarmungslos von sich...
Ein Geflecht aus Glauben, Verrat und verborgenen Wahrheiten zieht sich zusammen. Und im Zentrum steht ein Junge, der bald begreifen wird, dass selbst die entlegenste Wüste im Blick der Götter liegt.