Kayo fällt.
Ein kurzer, scharfer Schmerz dann nichts mehr.
Als sie die Augen wieder öffnet, steht sie mitten auf dem Shibuya Crossing genau dort wo sie vor drei Sekunden noch gestolpert ist.
Die Ampel springt auf Grün. Tausende Menschen strömen an ihr vorbei.
Niemand sieht sie.
Niemand berührt sie.
Sie ist ein Geist.
Oder etwas Ähnliches.
Dann rempelt sie jemanden an.
Nicht durch.
Gegen.
Er ist seit drei Monaten hier, sagt er.
Gemeinsam ziehen sie durch Tokyo, Sie laufen über nasse Kreuzungen, wo das Neon sich in Pfützen spiegelt wie flüssiges Gold. Sie schleichen in Konzerte, tanzen zwischen Menschen, die sie nicht spüren. Landen in einem Love Hotel, Zimmer 808, Herzchendecke und alles, und liegen stundenlang nebeneinander, reden über alles und nichts.
Er flüstert irgendwann, ganz leise: „Manchmal muss man zwischen den Welten sein, um zu verstehen, was wirklich zählt."
Und sie weiß: Er ist es.
Er war es schon immer.
Zwei Fremde, die sich nie hätten treffen dürfen, und die sich doch genau hier, genau jetzt für immer gefunden haben.
Zwischen den Welten.
Zwischen Herzschlägen.
Between Worlds.
Band 2 der Trust-Reihe
Emiliana ist frisch aus der Klinik entlassen, jetzt kann also alles wieder gut werden. Oder nicht? Doch da scheint sie sich zu täuschen, jeden Tag hat sie mit ihrem Trauma und Krankheiten zu kämpfen.
Zum Glück unterstützen ihre Brüder sie, auch die Therapien scheinen langsam zu helfen.
Wird sie trotzdem jemals wieder Vertrauen finden? Vertrauen in sich selbst? Aber vor allem Vertrauen in einen Menschen, der nicht zu ihrer Familie gehört?
Triggerwarnung: Depressionen, PTBS, Essstörung, sexuelle Gewalt