Szenenausschnitt:
Instinktiv griff ich nach ihr, zog sie zu mir, legte einen Arm um ihren Rücken, hielt sie fest, als hätte ich genau das die ganze Nacht tun sollen. Ihre zierliche Gestalt passte erschreckend gut an meine Seite, ihr Körper warm, ihr Atem unruhig.
Ich strich ihr beruhigend über den Rücken, langsam, gleichmäßig, versuchte zu verstehen, was passiert war, ohne sie zu bedrängen.
Nach einer Weile hob sie den Kopf, sah mich an, ihre Augen glasig und müde. Und dann beugte sie sich vor, langsam, unsicher, als wollte sie mich küssen. Als Dank. Oder aus Verzweiflung. Oder aus beidem.
Ich hielt sie sanft zurück.
„Nein", sagte ich leise, kaum mehr als ein Hauch. „Nicht so."
Sie blinzelte, schien einen Moment zu brauchen, um meine Worte einzuordnen.
„Tut mir leid", murmelte sie dann, die Worte schwer auf der Zunge. „Wir sind ja nur Freunde. Ich weiß."
Dieser Satz, mein Satz traf mich härter, als ich erwartet hatte.
„Wenn du mich morgen", sagte ich ruhig, während ich ihr eine Hand an die Stirn legte, „wenn du nicht mehr betrunken bist, immer noch küssen möchtest... dann tu es. Okay?"
Ohne weiter nachzudenken, drückte ich ihr einen flüchtigen Kuss auf die Stirn. Kein Kalkül. Nur Instinkt.
Sie klammerte sich fester an mich, zog mich näher, und ich ließ es zu. Mehr noch - ich genoss es.
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