Matteo Rinaldi hat früh gelernt, dass Talent allein nicht reicht.
Während andere bei einsetzendem Regen ihre Motorräder verladen und mit ihren Eltern nach Hause fahren, bleibt er. Allein auf der Strecke. Nass, kalt, unbeobachtet.
Dort hat er gelernt zu kämpfen.
Noch bevor Valentino Rossi seinen Namen kennt, gilt Matteo in der Nachwuchsszene als Ausnahmeerscheinung im Regen. Nicht, weil er keine Angst hat - sondern weil er bleibt, wenn es unbequem wird. Runde um Runde sucht er Grip, wo keiner zu sein scheint, und findet Ruhe, wo andere die Kontrolle verlieren.
Als er schließlich Teil der VR46 Academy wird, bringt er keine große Vergangenheit mit, aber eine unerschütterliche Haltung: Arbeit vor Talent. Hingabe vor Ruhm. Für Matteo ist Motorradfahren kein Hobby und kein Traum - es ist das Einzige, wofür er bereit ist, alles zu geben.
In einer MotoGP-Saison voller Unsicherheit, zerbrechender Erwartungen und dem langsamen Abschied einer Legende wächst im Regen ein Fahrer heran, der gelernt hat, stehen zu bleiben, wenn andere gehen.
Und genau das macht ihn gefährlich.