Seine erste Vergangenheit liegt so weit zurück, dass sie längst zu Staub zerfallen ist. Die zweite ist nur Jahrzehnte her - aber schwer genug, um sie nicht noch einmal anfassen zu wollen. Er will seine Ruhe. Kein Drama, keine Missionen, keine Erinnerungen, die nachts anklopfen. Einfach fliegen, funktionieren, selbst entscheiden.
Dann taucht ein Wrack auf. Fremdartig. Zu groß, zu alt, zu falsch für alles, was man kennt. Nur Leere und ein Stück Metall, das nicht hierher gehört und trotzdem da ist. Und mit ihm eine Neugier aus Zeiten, die er längst begraben glaubte.
Doch es ist nicht leer. Eine Präsenz: wach, eigen, sarkastisch, unangenehm klug. Loyal, weil sie gebunden ist? Oder weil sie sich selbst dafür entscheidet? Was im Zweifel deutlich gefährlicher ist.
Dazu kommt jemand, der nicht ins Bild passt: verletzt, verloren, gefährlich, auf der falschen Seite der Ereignisse. Genau das, was man nicht gebrauchen kann, wenn man sich aus allem raushalten will. Und trotzdem bleibt es nicht beim Wegsehen.
Eine erwachsene Sci-Fi-Story über Einsamkeit, Kontrolle und Verantwortung - und über die Frage, ob Menschlichkeit überhaupt noch ein Vorteil ist, wenn das Universum längst weitergezogen ist.
"Ich habe dich geliebt, wie Zerstörung Königreiche liebt."
In den Narben, tiefen Schluchten am Rande der Hauptstadt des Imperiums, ist Cress Cye gefürchtet. Die alten Monster, die dort in den Tiefen leben, kennt sie gut. Als eines davon so viel Schaden anrichtet, dass es die Aufmerksamkeit des Thronerben auf sich zieht, erscheint jedes hart erarbeitete Bisschen ihres Einflusses hinfällig. Julian Alessandrini braucht eine Diebin und bietet Cress etwas an, das sie nicht ablehnen kann: ihre Erinnerung an ein Leben vor der Dunkelheit.