Hamburg hat zwei Jahreszeiten: Regen und Hafengeburtstag.
Nikolai dachte, ein Penthouse am Hafen wäre Luxus. Es ist eher ein Abo auf Nebelhörner, Möwenbeleidigungen und Touristen, die „Wasser" behandeln wie eine neue Erfindung.
Kim sitzt auf dem Balkon, raucht langsam und tut so, als wäre Ruhe ein Ort, an den man zurückkehren kann. Fin, Pastor mit Mitbewohnerstatus und zu glattem Lächeln, behauptet, heute sei ein ganz normaler Tag.
Dann kommt ein Schiff zu früh.
Und zwar nicht „Ups, Fahrplan", sondern „Warum weiß ich sofort, dass das falsch ist?".
Als Brigitte von und zu Elbstrand auf dem Schiff landet und etwas klaut, das definitiv nicht in eine Möwenbiografie gehört, wird aus Hamburgs Folklore plötzlich Krimi.
Nikolai kann Schweigen lesen. Und Fins Schweigen schreit.
Die Frage ist nur: Wem gehört dieses Schiff wirklich? Und warum hat es ausgerechnet Kim im Visier?
Hafengeburtstag-Regel Nummer eins: Wenn du denkst, du gehst entspannt irgendwo hin, bist du schon verloren.
Penthouse am Hafen, Hafengeburtstag, ein Schiff zu früh.
Kim bleibt ruhig, Fin schweigt zu lange, und Möwe Brigitte bringt Beweisstücke statt Fischbrötchen.
Was als Balkonmorgen beginnt, wird zur Jagd nach einer Vergangenheit, die längst wieder angelegt hat.
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