Ein Gesicht, zwei Schicksale
Zwei Mädchen, eine Wiege, ein Gesicht - und doch liegen Welten zwischen ihnen. Geboren in Liebe, mit zwei Jahren entführt und vor dem eigenen Vater und den Brüdern verborgen, wurde ihr Leben zu einer dauerhaften Flucht. Doch während die eine das Licht im Herzen der Mutter war, blieb für die andere nur der kalte Schatten des Ungeliebten.
Kann eine Verbindung, die im Mutterleib begann, den gezielten Hass einer Mutter überstehen?
Was passiert mit einer Seele, die nur als „Fehler" gebrandmarkt wurde, während ihr Ebenbild die Welt bedeutete?
Ist Blut wirklich dicker als das Wasser jahrelanger Misshandlung?
In der frühen Kindheit waren sie ein Herz und eine Seele - unzertrennlich, ein Pakt gegen die Stille. Doch mit den Jahren vergiftete die Mutter diese Einheit systematisch. Während Alara mit Liebe überschüttet wurde, wurde Aurora zur Zielscheibe des nackten Hasses. Als ein neuer Mann in das Leben der Mutter trat, eskalierte die Grausamkeit: Aurora wurde zum Opfer einer Gewalt, die keine Grenzen kannte. Alara wurde behütet, Aurora gebrochen.
Das Erwachen der Vergangenheit
Nach dem Tod der Peiniger - die für Alara Geborgenheit und Liebe bedeuteten doch für Aurora die reine Hölle bedeuteten - folgte eine Odyssee durch das Pflegesystem. Ein Kreislauf aus wechselnden Gesichtern und kalten Wänden. Erst ein DNA-Test auf einer Polizeiwache reißt nun die Mauern der Vergangenheit nieder. Die Familie, vor der sie einst versteckt wurden, ist plötzlich zum Greifen nah.
Zwei Seelen, zwei Abgründe:
Wo Alara die Chance auf die „perfekte Familie" und die Erfüllung all ihrer Träume sieht, wittert Aurora nur neue Gefahren. Für sie ist das Konzept „Familie" kein Rettungsanker, sondern ein drohendes Gefängnis. Angst und tiefes Misstrauen prallen auf die verzweifelte Sehnsucht ihres Ebenbildes.
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