Ich bin hier geboren. Ich bin hier aufgewachsen. Und trotzdem war ich nie ganz dazugehörig.
In Deutschland war ich „die Türkin".
In der Türkei war ich „die Deutsche".
Und irgendwo dazwischen habe ich versucht zu verstehen, wer ich eigentlich bin.
Meine Geschichte beginnt nicht bei mir, sondern bei meinem Großvater, der als Gastarbeiter nach Deutschland kam - mit einem Traum: seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen.
Es ist die Geschichte einer Familie, die zwischen zwei Welten lebt.
Von Menschen, die arbeiten, verzichten und kämpfen.
Von einer Mutter, die in ein fremdes Land kommt, ohne Sprache, ohne Sicherheit - und trotzdem zur wichtigsten Stütze wird.
Von einem Vater, der sein ganzes Leben arbeitet, als gäbe es kein Morgen, nur um seiner Familie alles zu ermöglichen.
Und es ist meine Geschichte.
Eine Geschichte über Vorurteile, über Lehrer, die mir weniger zutrauten als anderen.
Über ein System, in dem man oft mit einem „Minuspunkt" startet, wenn der Name, die Herkunft oder das Kopftuch nicht in das Bild passen.
Aber auch eine Geschichte darüber, sich nicht aufzuhalten zu lassen.
Über das Abitur. Über das Studium. Über den Weg durch ein Leben, das mir oft gesagt hat, was ich nicht kann - und ich es trotzdem getan habe.
Dieses Buch ist kein Vorwurf.
Es ist ein Blick hinter die Kulissen einer Realität, die viele kennen, aber wenige aussprechen.
Und vielleicht auch eine Erinnerung daran, dass Herkunft kein Limit sein muss - sondern der Anfang einer Geschichte, die man selbst schreiben kann.
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