Eigentlich hatte sich Kaia ihre Winteferien anders vorgestellt.
Doch statt gemütlicher Abend zuhause schicken ihre Eltern sie wie jedes Jahr auf den Pferdehof ihres Großvaters - mitten in verschneiten Wäldern, fernab von der Stadt ohne Empfang. Doch sie ist nicht alleine dort, vier Familien und vier Söhne.
Die Jungs sind bekannt dafür, Ärger anzuziehen wie andere Menschen im Winter. Arrogant, rebellisch, geheimnisvoll und total unbeeindruckt von dem Leben auf dem Hof. Pferde halten sie für langweilig, Regeln interessieren sie nicht und niemand versteht, warum ihre Eltern glauben, ein paar Wochen auf dem Land könnten sie verändern. Statt Stallarbeit und Ausritten wollen sie Partys, Freitheit und Chaos.
Schon am Abend merkt sie, dass diese Ferien alles andere als ruhig werden.
Vor allem einer der Jungs geht ihr sofort unter die Haut - mit seinem provozkanten Grinsen, seinen dunklen Geheimnissen und der Art wie sie ihn rausfordert. Zwischen ihm und Kaia fliegen von Anfang Funken, auch wenn sie sich das niemals eingestehen würde.
Doch während draußen unaufhörlicher Schnee fällt und der Hof langsam von der Außenwelt abgeschnitten wird, begegnet sie jemanden, der ihr Leben komplett verändert: Spirit.
Ein wilder Mustang Hengst, vor dem jeder Angst hat.
Spirit lässt niemanden an sich heran. Er reagiert aggressiv auf jede noch so kleine Berührung, duldet keine Nähe und vertraut keinem Menschen mehr. Nicht einmal aus der Hand füttern oder streicheln ist möglich. Die meisten auf dem Hof glauben längst, dass er für immer verloren ist.
Aber irgendwas in seinen Augen erinnert sie an sich selbst. An Einsamkeit. Schmerz. Wut.
Während alle anderen Abstand halten, beginnt sie immer mehr Zeit mit Spirit zu verbringen. Stundenlang sitzt sie bei ihm auf der zugeschneiten Koppel, spricht mit ihm und versucht Stück für Stück sein Vertrauen zu gewinnen. Und obwohl Spirit sie immer wegstößt, entsteht langsam eine Verbindung zwischen ihnen, die niemand vers
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