Als Averys Auto mitten auf einer verlassenen Straße liegen bleibt und niemand von den vorbeifahrenden Autos auch nur abbremst, fühlt sich dieser Moment fast schlimmer an als die Panne selbst. Erst als ein Fremder anhält, scheint Hilfe in Sicht. Er ist freundlich, aufmerksam, fast zu sehr, und obwohl er ihr das Gefühl gibt, endlich nicht mehr unsichtbar zu sein, bleibt etwas an ihm, das sie innerlich warnt.
Bevor sie überhaupt begreifen kann, was gerade passiert ist, taucht Dean auf. Mechaniker, ruhig, direkt, mit ölverschmierten Händen und einer Selbstverständlichkeit, die nicht nach großen Worten verlangt. Er bringt ihr Auto wieder zum Laufen, als wäre es nichts, und verschwindet wieder aus ihrem Tag, ohne etwas zu hinterlassen außer diesem merkwürdigen Gefühl, das Avery nicht mehr loslässt.
Was als Zufall beginnt, zieht sie immer tiefer in eine Begegnung, die sich falsch und gleichzeitig unvermeidlich anfühlt. Zwischen kleinen Reparaturen, zufälligen Treffen und Gesprächen, die länger nachhallen als sie sollten, wird Dean zu jemandem, den sie eigentlich nicht in ihrem Leben haben sollte und trotzdem immer wieder sehen will.
Doch während Avery beginnt, sich in ihm zu verlieren, verändert sich etwas im Hintergrund. Nachrichten, die keinen Absender haben. Blicke, die sie nicht zuordnen kann. Spuren in ihrem Alltag, die sich anfühlen, als würde jemand sie viel besser kennen, als er sollte. Und je mehr sie versucht, es zu ignorieren, desto klarer wird, dass sie längst Teil von etwas ist, das sie nicht mehr kontrollieren kann.
Vielleicht war diese eine Begegnung kein Zufall. Vielleicht war sie der erste Fehler in einer Kette von Ereignissen, die sich nicht mehr stoppen lässt.
In einer Welt, in der Social Media verbindet und gleichzeitig entlarvt, verschwimmt irgendwann die Grenze zwischen Nähe und Gefahr schnell.
Während Avery versucht, ihr Herz zu verstehen, merkt sie nicht, dass manche Fehlercodes nicht im Auto entstehen, sondern im Leb
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