Inhaltsbeschreibung
Mein Mensch ist kompliziert.
Wirklich kompliziert.
In der einen Minute tanzen wir gemeinsam durch die Küche, obwohl sie eindeutig schlechter darin ist als ich. Fünf Minuten später sitzt sie auf der Couch und weint.
Warum?
Keine Ahnung.
Menschen erklären einem ja nichts.
Sie starren stundenlang auf kleine leuchtende Kästchen, verlassen freiwillig das Haus, obwohl dort draußen Regen ist, und behaupten regelmäßig, sie hätten „keine Zeit", obwohl ich ganz genau sehe, dass sie gerade auf der Couch sitzt.
Ich verstehe meinen Menschen wirklich oft nicht.
Aber ich kenne sie.
Ich weiß, wann sie glücklich ist, noch bevor sie selbst es merkt. Ich weiß, wann sie nur so tut, als wäre alles okay. Ich weiß, wann sie mich zum hundertsten Mal fotografieren möchte und wann ich einfach meinen Kopf auf ihren Schoß legen muss.
Wir gehen spazieren. Wir fahren gemeinsam los. Wir tanzen in der Küche. Wir teilen uns ruhige Morgen, chaotische Tage und Abende, an denen die Welt für sie ein bisschen zu schwer geworden ist.
Und manchmal glaube ich, dass sie denkt, sie hätte mich gerettet.
Menschen sind wirklich lustig.
Denn wenn sie wüsste, wie oft sie mich glücklich macht, würde sie vielleicht verstehen:
Ich bin nicht nur ihr Hund.
Sie ist mein Mensch.
Und auch wenn ich wahrscheinlich niemals verstehen werde, warum sie manchmal gleichzeitig lachen und traurig sein kann, gibt es eine Sache, bei der ich mir vollkommen sicher bin:
Wenn sie lacht, tanze ich mit ihr.
Wenn sie weint, bleibe ich neben ihr liegen.
Und wenn sie irgendwann wieder aufsteht, bin ich sowieso schon an der Tür.
Schließlich könnte es nach draußen gehen.
Und bei aller Liebe - **man muss Prioritäten setzen.**
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